Buchcover: Die Bauformenlehre

Bibliothek der Gründerzeit

Die Bauformenlehre

Das Handbuch des Bautechnikers, III. Band

Adolf Opderbecke · Verlag von Bernh. Friedr. Voigt, Leipzig · 1903

Dieses Standardwerk vermittelt das theoretische und praktische Fundament des historischen Backstein- und Werksteinbaus vom Mittelalter bis zur Renaissance für eine materialgerechte, statisch sichere und witterungsbeständige Baukonstruktion und Denkmalpflege.

Dieses Werk ist mehr als ein digitalisierter Scan: Es verbindet abschnittsweises Lesen, erschlossene Fachbegriffe, Tafeln und Konstruktionszeichnungen zu einem strukturierten Einstieg in die historische Baukonstruktionslehre.

Für den interessierten Leser empfiehlt sich der Einstieg über die Abschnitte: erst die Übersicht lesen, dann einzelne Themen vertiefen und die Abbildungen, Tafeln und Begriffe am Ende jeder Seite als Nachschlagewerk nutzen. Wer sich erst einmal einen schnellen Überblick verschaffen möchte, findet verschiedene Zusammenfassungen weiter unten.

Zusammenfassungen

Dieses Lehr- und Handbuch der historischen Baukonstruktion systematisiert das technische und gestalterische Wissen des Ziegel- und Steinschnitts vom Mittelalter bis zur Renaissance. Das Werk spannt den Bogen von der Materialtechnologie und Schadensprävention über mathematische Maßordnungen bis hin zur anspruchsvollen Detailkonstruktion ornamentaler Fassadenelemente. Ziel des Gesamtwerks ist es, Planern und Handwerkern ein tiefes Verständnis für die statischen, bauphysikalischen und ästhetischen Gesetzmäßigkeiten historischer Konstruktionen zu vermitteln, um typische Bauschäden in der Praxis zu vermeiden.

Der Aufbau folgt der logischen Trennung der primären mineralischen Baustoffe. Im Bereich des liegt der Fokus auf der Maßordnung des Ziegelrohbaus, der Berechnung von Mauerverbänden und der Einführung schadensfreier Formsteine. Der Werksteinbau wiederum teilt sich stilistisch in zwei große Abschnitte: Zum einen die gotischen und romanischen Konstruktionen, bei denen das Zusammenspiel von Steinschnitt, Belastungsverteilung und konstruktivem Witterungsschutz wie dem im Vordergrund steht. Zum anderen werden die anspruchsvollen Gliederungssysteme der Renaissance behandelt, die durch plastische Fassadenelemente wie die und komplexe Fensterarchitekturen geprägt sind.

Ein wesentliches Lernziel des Werks ist die Beherrschung der handwerklichen Details. Dazu zählen die physikalisch-chemische Materialprüfung zur Vermeidung von Ausblühungen, die fachgerechte Fundierung hochbelasteter Bauteile wie Erker sowie die hohle Lagerung von zur Vermeidung von Setzungsrissen. Durch die detaillierte Darstellung historischer Werkzeuge, Steinmetzzeichen und Hebezeuge wie dem schlägt das Werk eine Brücke zwischen traditioneller Handwerkskunst und moderner Bauphysik, was es zu einem unverzichtbaren Referenzwerk für die historische Bauforschung und Denkmalpflege macht.

Datenansicht

Technische Zeichnung einer neugotischen Backsteinfassade mit detaillierten Maßangaben und Konstruktionsdetails.

Taf. 1 u. 2

Technische Zeichnung einer neugotischen Backsteinfassade mit detaillierten Maßangaben und Konstruktionsdetails.

Eine architektonische Konstruktionstafel zur neugotischen Giebelspitze eines Backsteinbaus mit Detailzeichnungen und Schnittdarstellungen.

Taf. 3.

Eine architektonische Konstruktionstafel zur neugotischen Giebelspitze eines Backsteinbaus mit Detailzeichnungen und Schnittdarstellungen.

Architekturzeichnung einer Backsteinfassade mit detaillierten Fenster- und Portalformen im neugotischen Stil.

Taf. 4.

Architekturzeichnung einer Backsteinfassade mit detaillierten Fenster- und Portalformen im neugotischen Stil.

Die architektonische Tafel zeigt verschiedene ornamentale Detailschnitte und Teilzeichnungen zu den Tafeln 3 und 4 eines Backsteinbaus.

Taf. 5.

Die architektonische Tafel zeigt verschiedene ornamentale Detailschnitte und Teilzeichnungen zu den Tafeln 3 und 4 eines Backsteinbaus.

Architektonische Detailzeichnungen (Teilzeichnungen zu Tafel 3) mit heraldischen und ornamentalen Motiven, darunter ein Wappenschild mit Helm.

Taf. 6.

Architektonische Detailzeichnungen (Teilzeichnungen zu Tafel 3) mit heraldischen und ornamentalen Motiven, darunter ein Wappenschild mit Helm.

Architektonischer Aufriss einer mehrgeschossigen Fassade mit neugotischen Portalen, Fenstern und einem Ziergiebel.

Taf. 7

Architektonischer Aufriss einer mehrgeschossigen Fassade mit neugotischen Portalen, Fenstern und einem Ziergiebel.

Architektonische Detailzeichnungen (Teilzeichnungen zu Tafel 7) mit Darstellungen eines Portals, eines Fenstersturzes, einer Giebelspitze und des Hauptgesimses.

Taf. 8.

Architektonische Detailzeichnungen (Teilzeichnungen zu Tafel 7) mit Darstellungen eines Portals, eines Fenstersturzes, einer Giebelspitze und des Hauptgesimses.

Architektonische Aufrisse und Teilgrundrisse des Gebäudes „Stadt Stockholm“ in Kassel im neugotischen Backsteinstil.

Taf. 9 u. 10.

Architektonische Aufrisse und Teilgrundrisse des Gebäudes „Stadt Stockholm“ in Kassel im neugotischen Backsteinstil.

Architektonische Aufriss-Zeichnung einer mehrgeschossigen Renaissance-Fassade mit rustiziertem Quadermauerwerk (Rustica) und Rundbogenfenstern.

Taf. 11 u. 12.

Architektonische Aufriss-Zeichnung einer mehrgeschossigen Renaissance-Fassade mit rustiziertem Quadermauerwerk (Rustica) und Rundbogenfenstern.

Architektonischer Aufriss der Straßenfassade des Kreishauses in Zerbst, entworfen von den Berliner Architekten Kraatz & Becker.

Taf. 13 u. 14

Architektonischer Aufriss der Straßenfassade des Kreishauses in Zerbst, entworfen von den Berliner Architekten Kraatz & Becker.

Architekturzeichnung der Fassade des Kreishauses in Zerbst im Stil der Renaissance mit einem reich verzierten Giebel.

Taf. 15 u. 16

Architekturzeichnung der Fassade des Kreishauses in Zerbst im Stil der Renaissance mit einem reich verzierten Giebel.

Architekturzeichnung der Fassade des Kreishauses in Zerbst mit Giebel- und Fensterdetails.

Taf. 17 u. 18.

Architekturzeichnung der Fassade des Kreishauses in Zerbst mit Giebel- und Fensterdetails.