(Hierzu die Figuren bis .)
Der Sockel eines Gebäudes ist eine vor die aufgehende Mauerflucht vorspringende, aus einer oder mehreren Schichten bestehende Platte, die den Fuß des Gebäudes bildet.
Die durch ihn bewirkte äußere Mauerverstärkung soll den Eindruck vermitteln, dass das Gebäude sicher auf dem Erdboden aufruht. Als weitere Aufgabe fällt ihm gewöhnlich die Aufnahme der Kellerfenster zu; oft ist er auch durch Eingangstüren und bei Ladenbauten durch Schaufenster durchbrochen.
Die Horizontalgliederung des Sockelgesimses, die in Höhe des Fußbodens im Erdgeschoss anzubringen ist, soll das Gebäude optisch vom Erdboden trennen.
Die Vermittlung zwischen dem vorspringenden Sockel und dem aufgehenden Mauerwerk geschieht auf einfachste Weise durch eine mehr oder weniger steile Schräge ( u. ). Um zu verhindern, dass Wasser am Sockelmauerwerk herunterläuft, ordnet man zweckmäßigerweise unter der oberen Abdeckung eine rechtwinklig zurücktretende Schräge an ( u. ). Noch besser ist eine die Wasserschräge unterschneidende Hohlkehle, eine sogenannte Wassernase ( und ), die bei reicheren Ausführungen die in den Abbildungen , und gezeigten Formen annehmen kann.
Bei reicheren Sockeln des romanischen und gotischen Stils schließt der Sockel nach oben mit einer aus der attischen Basis abgeleiteten Gliederung ab (siehe und ). Oft entfällt jedoch das eine oder andere Glied, sodass das Gesims häufig nur aus einem Wulst und einer Hohlkehle besteht (siehe , , und ).
In den Figuren bis sind Ecken von Gebäudesockeln in verschiedenen Lösungen dargestellt.


















