Abschnitt 11

Giebelentwürfe — Schülerentwürfe bis Fig. 55

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In ist oben links der vollständige Giebelbau in kleinem Maßstab und mit einfachen Linien dargestellt.

stellt einen Hauseingang mit einer Giebelbekrönung (Wimperg ) dar. Für die unter 45° schraffierten Teile können glasierte (grüne, braune oder schwarze) Steine verwendet werden, für die übrigen Teile unglasierte Steine in beliebigen Farben. Der Gebäudesockel ist hier in Werkstein ausgeführt. Dieser Baustoff ist überall dort dem Backstein vorzuziehen, wo Gebäude unmittelbar an eine Straße grenzen und die Sockel daher leicht beschädigt werden können.

Fig. 41: Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Hauseingangs mit Giebelbekrönung (Wimperg) in Backsteinbauweise.

Auch bei Giebeln, die die Dachlinie durch eine parallel dazu verlaufende Begrenzungslinie nachzeichnen, endet Letztere häufig stufen- oder staffelförmig (vgl. bis , und bis ), bisweilen auch in einer pfeilerartigen Bekrönung ().

Fig. 42.: Konstruktionszeichnung einer neugotischen Giebelbekrönung bzw. eines Glockengiebels aus Backstein mit schmiedeeiserner Spitze.
Fig. 43.: Konstruktionszeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Maßwerk-Rundfenster und dekorativem Spitzbogenfries.
Fig. 44.: Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Portal, inklusive Aufriss, Längsschnitt und Querschnitt.
Fig. 45: Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Fenster, Fiale und detaillierten Schnittdarstellungen.
Fig. 46.: Bauzeichnung architektonischer Details eines neugotischen Backsteingiebels mit Spitzbogenfenstern, Maßwerk und Zierelementen.
Fig. 47.: Technische Zeichnung der Fassadenansicht und Details einer neugotischen Backsteinfassade mit Maßwerkfenstern.
Fig. 48.: Architektonische Aufriss- und Schnittzeichnung des oberen Teils eines verzierten Backsteingiebels mit gotisierenden Blendmaßwerk-Nischen.

Der Giebelanfang (das sogenannte Giebelohr) kann sehr vielfältig gestaltet sein. Er muss immer so weit vor die Mauerflucht ragen, dass das die Dachrinne tragende Dachgesims sich an dieser Auskragung totlaufen kann (vgl. , , , und bis ), sofern das Dachgesims nicht um den Giebel herumgeführt wird (vgl. ).

Die bis zeigen Giebelabschlüsse in mehr oder weniger aufwendiger Ausführung. Durch solche Aufbauten, die sehr vielfältig gestaltet sein können (siehe auch bis ), wird die für mittelalterliche Giebel typische schlanke und aufstrebende Wirkung noch verstärkt. Bisweilen wird diese Wirkung noch durch schmiedeeiserne Bekrönungen gesteigert, die auf dem Aufbau befestigt sind (siehe ).

Das starre, gleichmäßige Erscheinungsbild der gerade aufsteigenden Giebelkanten wird häufig durch eingefügte Krabbensteine abgemildert oder unterbrochen (siehe , und ).

zeigt eine Giebelspitze mit einem stufenartig aufsteigenden Abschluss. Eine besonders ansprechende Wirkung lässt sich hier erzielen, wenn für die unter 45° schraffierten Teile glasierte Steine, für die nicht schraffierten Bereiche unglasierte Steine in hellerer Färbung und für die Nischen des Abschlusses Putz verwendet werden.

In wurden für die obere Abdeckung des Giebelanfangs und des Giebelabschlusses Hohlziegel mit akroterienartigen Bekrönungen verwendet. Der Einsatz glasierter und unterschiedlich gefärbter Steine wird durch die Abbildung ohne weitere Beschreibung veranschaulicht.

zeigt einen treppenartig ansteigenden Giebel mit übereck stehenden, quadratischen Pfeilervorlagen. Die Schnittzeichnung A-B verdeutlicht den Mauerverband im Grundriss; zur Belebung der Nischenflächen wurden Terrakottaplatten mit Lilienmuster eingesetzt.

stellt den oberen Teil eines Giebels mit einer parallel zur Dachlinie verlaufenden Begrenzungslinie dar. Die Pfeilervorlagen treten um einen halben Stein vor die Mauerflucht und sind $1\frac{1}{2}$ Steine breit. Durch glasierte Steine auf den Wasserschrägen sowie hellere und dunklere Töne (entsprechend der schraffierten bzw. unschraffierten Bereiche) und schließlich durch weißen oder hell getönten Putz in den Nischenflächen lässt sich eine sehr lebendige und farbenprächtige Wirkung erzielen.

weicht insofern von der üblichen Konstruktion ab, als hier das Dachgesims der Traufseiten um die Giebelwand herumgeführt ist.

Die Überdeckung der Fenster mit Spitzbögen und besonders das Zusammenfassen des mittleren Fensters mit den oberen Dachbodenfenstern in einer spitzbogigen Nische lassen den Giebel zusammen mit den steil ansteigenden Abdeckungen leicht und schlank wirken. Die Rosette über den Dachbodenfenstern ist links oben in einem größeren Maßstab dargestellt, der Höhenschnitt durch den oberen Teil des Giebels oben rechts.

zeigt einen Giebel, der durch übereck stehende, in einer schlanken Spitze endende Pfeiler in fünf schmale Mauerstreifen gegliedert ist. Dadurch erhält der Giebel ein äußerst schlankes, zierliches und reiches Erscheinungsbild. Dies wird durch den Einsatz glasierter und verschiedenfarbiger Steine sowie durch die Anordnung der kunstvoll gestalteten Rosetten in den Feldern zwischen den Pfeilern noch verstärkt. Form und Konstruktion dieser Rosetten werden durch die größere Detailzeichnung in der oberen linken Ecke veranschaulicht.

Fig. 49.: Architektonische Zeichnung eines neugotischen Backsteingiebels (Fig. 49) mit Aufriss, Höhenschnitt und Detailzeichnung einer Rosette.

Der in dargestellte, geradlinig ansteigende Giebel wirkt besonders aufwendig durch das Konsolengesims, das die Dachlinie betont, sowie durch die originelle Anordnung verschiedenfarbiger Steine.

Die in die Giebelabdeckung eingefügten Krabbensteine , die Einfassungssteine der unteren Fenster und der Giebelabschluss sind in einem größeren Maßstab als Detailzeichnungen oben links bzw. rechts dargestellt.

In den bis wird ein Giebel gezeigt, bei dem durch das Zusammenwirken von glasierten Ziegeln für die Wasserschrägen und verschiedenfarbigen Ziegeln für die Pfeiler-, Fenster- und Nischeneinfassungen mit dazwischenliegenden, hellen Putzflächen eine lebendige, farbenprächtige und reiche Wirkung erzielt wird.

zeigt links oben in kleinem Maßstab die Gesamtansicht des Giebels mit dem angrenzenden Seitenbau, rechts unten den oberen Teil des Giebels.

In ist der untere Teil des Giebels und der obere Teil des ersten Obergeschosses dargestellt, in der anschließende untere Teil des ersten Obergeschosses und das Erdgeschoss und in schließlich der Gebäudesockel sowie Horizontalschnitte durch den Giebel in verschiedenen Höhenlagen.

Datenansicht

Detaillierte Werkzeichnung eines neugotischen Giebels aus Backstein mit reich profilierten Maßwerkfenstern und einer schematischen Gesamtansicht.

Fig. 38.

Detaillierte Werkzeichnung eines neugotischen Giebels aus Backstein mit reich profilierten Maßwerkfenstern und einer schematischen Gesamtansicht.

Architekturzeichnung (Aufriss und Profilschnitt) eines Hauseingangs im neugotischen Backsteinstil mit einer ornamentalen Wimpergbekrönung.

Fig. 40.

Architekturzeichnung (Aufriss und Profilschnitt) eines Hauseingangs im neugotischen Backsteinstil mit einer ornamentalen Wimpergbekrönung.

Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Hauseingangs mit Giebelbekrönung (Wimperg) in Backsteinbauweise.

Fig. 41

Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Hauseingangs mit Giebelbekrönung (Wimperg) in Backsteinbauweise.

Konstruktionszeichnung einer neugotischen Giebelbekrönung bzw. eines Glockengiebels aus Backstein mit schmiedeeiserner Spitze.

Fig. 42.

Konstruktionszeichnung einer neugotischen Giebelbekrönung bzw. eines Glockengiebels aus Backstein mit schmiedeeiserner Spitze.

Konstruktionszeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Maßwerk-Rundfenster und dekorativem Spitzbogenfries.

Fig. 43.

Konstruktionszeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Maßwerk-Rundfenster und dekorativem Spitzbogenfries.

Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Portal, inklusive Aufriss, Längsschnitt und Querschnitt.

Fig. 44.

Architektonische Detailzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Portal, inklusive Aufriss, Längsschnitt und Querschnitt.

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Fenster, Fiale und detaillierten Schnittdarstellungen.

Fig. 45

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit Fenster, Fiale und detaillierten Schnittdarstellungen.

Bauzeichnung architektonischer Details eines neugotischen Backsteingiebels mit Spitzbogenfenstern, Maßwerk und Zierelementen.

Fig. 46.

Bauzeichnung architektonischer Details eines neugotischen Backsteingiebels mit Spitzbogenfenstern, Maßwerk und Zierelementen.

Technische Zeichnung der Fassadenansicht und Details einer neugotischen Backsteinfassade mit Maßwerkfenstern.

Fig. 47.

Technische Zeichnung der Fassadenansicht und Details einer neugotischen Backsteinfassade mit Maßwerkfenstern.

Architektonische Aufriss- und Schnittzeichnung des oberen Teils eines verzierten Backsteingiebels mit gotisierenden Blendmaßwerk-Nischen.

Fig. 48.

Architektonische Aufriss- und Schnittzeichnung des oberen Teils eines verzierten Backsteingiebels mit gotisierenden Blendmaßwerk-Nischen.

Architektonische Zeichnung eines neugotischen Backsteingiebels (Fig. 49) mit Aufriss, Höhenschnitt und Detailzeichnung einer Rosette.

Fig. 49.

Architektonische Zeichnung eines neugotischen Backsteingiebels (Fig. 49) mit Aufriss, Höhenschnitt und Detailzeichnung einer Rosette.

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels, der in fünf vertikale Abschnitte gegliedert ist, mit Aufriss, Profil und Detailzeichnungen.

Fig. 50.

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels, der in fünf vertikale Abschnitte gegliedert ist, mit Aufriss, Profil und Detailzeichnungen.

Technische Entwurfszeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit geradliniger Abdeckung, Konsolengesims und Formsteindetails.

Fig. 51.

Technische Entwurfszeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit geradliniger Abdeckung, Konsolengesims und Formsteindetails.

Architektonische Detailzeichnung einer Backsteinfassade mit Rundbogenfenstern und verzierten Pfeilervorlagen samt einer Übersichtszeichnung im Aufriss.

Fig. 52

Architektonische Detailzeichnung einer Backsteinfassade mit Rundbogenfenstern und verzierten Pfeilervorlagen samt einer Übersichtszeichnung im Aufriss.

Technische Zeichnung eines profilierten Wandquerschnitts (Schnitt A-B, Fig. 53) im Backsteinbau.

Fig. 53

Technische Zeichnung eines profilierten Wandquerschnitts (Schnitt A-B, Fig. 53) im Backsteinbau.

Technische Zeichnung eines horizontalen Querschnitts (Schnitt C-D) eines Fenstergewändes oder einer Türlaibung im Backsteinbau.

Fig. 54

Technische Zeichnung eines horizontalen Querschnitts (Schnitt C-D) eines Fenstergewändes oder einer Türlaibung im Backsteinbau.

Architektonische Detailzeichnung einer Backsteinfassade mit Fenstern sowie dazugehörigen Horizontalschnitten.

Fig. 55

Architektonische Detailzeichnung einer Backsteinfassade mit Fenstern sowie dazugehörigen Horizontalschnitten.

Aufriss einer zweigeschossigen Backsteinfassade mit neugotischem Giebel und zugehörigen Detailschnitten.

Fig. 57

Aufriss einer zweigeschossigen Backsteinfassade mit neugotischem Giebel und zugehörigen Detailschnitten.

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit detaillierten Mauerwerksmustern, Maßwerkfenstern und einer schematischen Gesamtansicht der Fassade.

Fig. 64

Architekturzeichnung eines neugotischen Backsteingiebels mit detaillierten Mauerwerksmustern, Maßwerkfenstern und einer schematischen Gesamtansicht der Fassade.

Architektonische Aufrisszeichnung einer verzierten Backsteinfassade mit gestuftem Giebel und Maßstabsleiste.

Fig. 66

Architektonische Aufrisszeichnung einer verzierten Backsteinfassade mit gestuftem Giebel und Maßstabsleiste.