In ist oben links der vollständige Giebelbau in kleinem Maßstab und mit einfachen Linien dargestellt.
stellt einen Hauseingang mit einer Giebelbekrönung (Wimperg ) dar. Für die unter 45° schraffierten Teile können glasierte (grüne, braune oder schwarze) Steine verwendet werden, für die übrigen Teile unglasierte Steine in beliebigen Farben. Der Gebäudesockel ist hier in Werkstein ausgeführt. Dieser Baustoff ist überall dort dem Backstein vorzuziehen, wo Gebäude unmittelbar an eine Straße grenzen und die Sockel daher leicht beschädigt werden können.
Auch bei Giebeln, die die Dachlinie durch eine parallel dazu verlaufende Begrenzungslinie nachzeichnen, endet Letztere häufig stufen- oder staffelförmig (vgl. bis , und bis ), bisweilen auch in einer pfeilerartigen Bekrönung ().
Der Giebelanfang (das sogenannte Giebelohr) kann sehr vielfältig gestaltet sein. Er muss immer so weit vor die Mauerflucht ragen, dass das die Dachrinne tragende Dachgesims sich an dieser Auskragung totlaufen kann (vgl. , , , und bis ), sofern das Dachgesims nicht um den Giebel herumgeführt wird (vgl. ).
Die bis zeigen Giebelabschlüsse in mehr oder weniger aufwendiger Ausführung. Durch solche Aufbauten, die sehr vielfältig gestaltet sein können (siehe auch bis ), wird die für mittelalterliche Giebel typische schlanke und aufstrebende Wirkung noch verstärkt. Bisweilen wird diese Wirkung noch durch schmiedeeiserne Bekrönungen gesteigert, die auf dem Aufbau befestigt sind (siehe ).
Das starre, gleichmäßige Erscheinungsbild der gerade aufsteigenden Giebelkanten wird häufig durch eingefügte Krabbensteine abgemildert oder unterbrochen (siehe , und ).
zeigt eine Giebelspitze mit einem stufenartig aufsteigenden Abschluss. Eine besonders ansprechende Wirkung lässt sich hier erzielen, wenn für die unter 45° schraffierten Teile glasierte Steine, für die nicht schraffierten Bereiche unglasierte Steine in hellerer Färbung und für die Nischen des Abschlusses Putz verwendet werden.
In wurden für die obere Abdeckung des Giebelanfangs und des Giebelabschlusses Hohlziegel mit akroterienartigen Bekrönungen verwendet. Der Einsatz glasierter und unterschiedlich gefärbter Steine wird durch die Abbildung ohne weitere Beschreibung veranschaulicht.
zeigt einen treppenartig ansteigenden Giebel mit übereck stehenden, quadratischen Pfeilervorlagen. Die Schnittzeichnung A-B verdeutlicht den Mauerverband im Grundriss; zur Belebung der Nischenflächen wurden Terrakottaplatten mit Lilienmuster eingesetzt.
stellt den oberen Teil eines Giebels mit einer parallel zur Dachlinie verlaufenden Begrenzungslinie dar. Die Pfeilervorlagen treten um einen halben Stein vor die Mauerflucht und sind $1\frac{1}{2}$ Steine breit. Durch glasierte Steine auf den Wasserschrägen sowie hellere und dunklere Töne (entsprechend der schraffierten bzw. unschraffierten Bereiche) und schließlich durch weißen oder hell getönten Putz in den Nischenflächen lässt sich eine sehr lebendige und farbenprächtige Wirkung erzielen.
weicht insofern von der üblichen Konstruktion ab, als hier das Dachgesims der Traufseiten um die Giebelwand herumgeführt ist.
Die Überdeckung der Fenster mit Spitzbögen und besonders das Zusammenfassen des mittleren Fensters mit den oberen Dachbodenfenstern in einer spitzbogigen Nische lassen den Giebel zusammen mit den steil ansteigenden Abdeckungen leicht und schlank wirken. Die Rosette über den Dachbodenfenstern ist links oben in einem größeren Maßstab dargestellt, der Höhenschnitt durch den oberen Teil des Giebels oben rechts.
zeigt einen Giebel, der durch übereck stehende, in einer schlanken Spitze endende Pfeiler in fünf schmale Mauerstreifen gegliedert ist. Dadurch erhält der Giebel ein äußerst schlankes, zierliches und reiches Erscheinungsbild. Dies wird durch den Einsatz glasierter und verschiedenfarbiger Steine sowie durch die Anordnung der kunstvoll gestalteten Rosetten in den Feldern zwischen den Pfeilern noch verstärkt. Form und Konstruktion dieser Rosetten werden durch die größere Detailzeichnung in der oberen linken Ecke veranschaulicht.
Der in dargestellte, geradlinig ansteigende Giebel wirkt besonders aufwendig durch das Konsolengesims, das die Dachlinie betont, sowie durch die originelle Anordnung verschiedenfarbiger Steine.
Die in die Giebelabdeckung eingefügten Krabbensteine , die Einfassungssteine der unteren Fenster und der Giebelabschluss sind in einem größeren Maßstab als Detailzeichnungen oben links bzw. rechts dargestellt.
In den bis wird ein Giebel gezeigt, bei dem durch das Zusammenwirken von glasierten Ziegeln für die Wasserschrägen und verschiedenfarbigen Ziegeln für die Pfeiler-, Fenster- und Nischeneinfassungen mit dazwischenliegenden, hellen Putzflächen eine lebendige, farbenprächtige und reiche Wirkung erzielt wird.
zeigt links oben in kleinem Maßstab die Gesamtansicht des Giebels mit dem angrenzenden Seitenbau, rechts unten den oberen Teil des Giebels.
In ist der untere Teil des Giebels und der obere Teil des ersten Obergeschosses dargestellt, in der anschließende untere Teil des ersten Obergeschosses und das Erdgeschoss und in schließlich der Gebäudesockel sowie Horizontalschnitte durch den Giebel in verschiedenen Höhenlagen.



















