Die Gurtgesimse haben die Aufgabe, die vertikale Trennung des Bauwerks in einzelne Geschosse an der Außenseite zum Ausdruck zu bringen. Sie werden daher folgerichtig auf Höhe der Balkenlagen angeordnet. Bei der Verwendung von Steinen rechteckigen Formats kann die Abdeckung bei Gesimsen mit größerer Ausladung durch Dachsteine (Biberschwänze) oder geneigt angeordnete Mauersteine erfolgen. Häufig wird die Trennung der Geschosse nur durch eine obere und eine untere, um wenige Zentimeter vor die Mauerfläche vortretende Flachschicht verdeutlicht. Die zwei, drei oder mehr Schichten hohe Fläche zwischen diesen Bändern kann durch Stromschichten , sich unter 45° kreuzende, in der Fläche liegende Steine oder durch geometrische Muster mit andersfarbigen Steinen hervorgehoben und belebt werden.
Die Verwendung von Formsteine lässt naturgemäß weitaus vielfältigere, reichere und wirkungsvollere Gestaltungen zu. Für die Abdeckungen kommen hierbei lediglich die Schrägsteine und Wassernasensteine in Betracht, für die stützenden Glieder der Viertelstab, die Kehle, der Bienenkorbfriesstein, ornamentierte Konsolsteine und Bogenfriessteine der verschiedensten Art (Rundbogenstein, Spitzbogenstein, Dreipassstein usw.). Für Friese werden vorteilhaft Dreipass- und Vierpasssteine sowie ornamentierte Platten verwendet.
Formsteine und Terrakotten , die zur Friesbildung und für die stützenden Gliederungen bei Gurt- und Hauptgesimsen verwendet werden können ( bis ).





