Bei den Hausgiebeln kommt die gerade Dachlinie entweder in einer parallel zu ihr verlaufenden Begrenzungslinie zum Ausdruck, oder sie wird durch stufenartig angeordnete Abtreppungen (Treppengiebel , Staffelgiebel ) verdeckt.
Der Anstieg ist meist steil (fast nie unter $45^\circ$), und das schlanke, aufstrebende Erscheinungsbild wird oft noch durch eine vertikale Gliederung mit vorgelegten Pfeilern verstärkt, die in zierlichen Spitzen enden und die Dachlinie meist deutlich überragen.
Die Abbildungen bis zeigen Giebelgestaltungen, die größtenteils Schülerentwürfen entnommen sind, die unter meiner Leitung entstanden.
zeigt einen Fassadenteil, bei dem der Giebel stufenförmig aufsteigt.
Zur Überdeckung der Fensteröffnungen wurde durchgehend der Flachbogen verwendet. Als Baustoffe sind für die Stufenabdeckungen, die Fensterschrägen und die Gesimsabdeckungen glasierte Schrägsteine und für alle in vertikalen Flächen liegenden Teile gleichmäßig gefärbte Backsteine vorgesehen. Die Nischen zwischen den Konsolen des Hauptgesimses, die Flächen über den gekuppelten Giebelfenstern und die Wappenschilde im Giebel sind als verputzte Flächen gedacht.
In den und ist ebenfalls ein Staffelgiebel dargestellt, und zwar zeigt die eigentliche Giebelspitze und die unteren Geschosse des Giebels mit einem vorgekragten Balkon vor dem ersten Obergeschoss.
Die Wasserschrägen sind hier mit glasierten Steinen, die Fenstereinfassungen abwechselnd mit helleren und dunkleren Steinen gestaltet. Zur Überdeckung der Fensteröffnungen in der Giebelspitze wird der Spitzbogen, in den Geschossen der Flachbogen verwendet.




