Abschnitt 20

Die Hauptgesimse

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(Hierzu die Figuren bis .)

Die Hauptgesimse erfüllen verschiedene Aufgaben. Wie die Sockel den Fuß, so bilden sie den Kopf, also den oberen, krönenden Abschluss eines Bauwerks. Sie haben ferner die Aufgabe, das Regenwasser von der Außenwand fernzuhalten, diese also zu schützen, und schließlich eine Traufrinne zu tragen, die das von den Dachflächen abfließende Regenwasser aufnimmt. Alle diese Anforderungen machen eine Ausladung der Hauptgesimse über die Mauerflucht notwendig.

Die Profilierung der Hauptgesimse ähnelt derjenigen der Gurtgesimse und setzt sich meist aus Viertelstäben, Rundstäben, Hohlkehlen und kleinen Platten zusammen. Der Wasserschlag und die Wassernasen fehlen fast nie; ersterer entfällt nur dann, wenn die Sparren bis an die Vorderkante der Gesimsstücke herantreten (vgl. ) oder sogar über diese hinausragen (überhängende Dächer).

Fig. 142.: Profilquerschnitt und Aufriss eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf getrennten Gliedern und einem Zickzack-Fries.
Fig. 143.: Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf voneinander getrennten Gliedern (Rundstab und Hohlkehle).
Fig. 144.: Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses mit geometrischem Konstruktionsraster.
Fig. 145.: Technische Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses (Fig. 145) mit deutlich voneinander abgesetztem Rundstab und Hohlkehle.
Fig. 146.: Profilzeichnung eines Hauptgesimses mit fließend ineinander übergehenden Profilgliedern (Rundstab und Hohlkehle).
Fig. 147.: Geometrische Konstruktionszeichnung eines Hauptgesimsprofils (Fig. 147) mit ineinanderfließenden Gliedern.
Fig. 148.: Geometrische Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses (Fig. 148) mit Konstruktionslinien.
Fig. 149: Profilzeichnung eines historischen Gesimses mit weich ineinander übergehenden Gliedern (Fig. 149).
Fig. 150: Profilzeichnung eines steinernen Gesimses mit charakteristischen mittelalterlichen Gliedern.
Fig. 151: Schnittzeichnung und Vorderansicht eines Werksteingesimses mit konsolartig unterbrochener Profilierung (Fig. 151).
Fig. 152: Architekturzeichnung eines hohen Werksteingesimses mit flacher Hohlkehle und Laubwerkschmuck (Fig. 152).
Fig. 153: Technische Zeichnung eines profilierten romanischen Gesimses mit Laubwerkkonsole und dekorativem Pflanzenfries.
Fig. 154: Aufrisszeichnung eines mittelalterlichen Konsolengesimses mit profiliertem Hauptgesims und darunterliegenden, mit Wappenschilden verzierten Konsolsteinen.
Fig. 155: Profil und Aufriss eines weit ausladenden Konsolgesimses (Fig. 155).
Fig. 156: Technische Zeichnung eines mittelalterlichen Eckerkers (Scharwachthäuschen) mit Ansicht und Profilschnitt der tragenden Steinkonsole.
Fig. 157: Technische Zeichnung eines steinernen Fenstersturzes mit Klinkenfugen aus dem mittelalterlichen Werksteinbau.
Fig. 158: Maßstäbliche Aufriss- und Profilzeichnung einer Werksteinmauer mit kleinen Fensteröffnungen und einer profilierten Konsole im Schnitt.
Fig. 159.: Architektonische Detailzeichnung einer verzierten Fensterbrüstung im mittelalterlichen Stil mit Querschnitt und Ansicht.
Fig. 160.: Technische Zeichnung (Schnitt und Ansicht) einer profilierten Fenstersohlbank aus Werkstein.
Fig. 161.: Profil und Aufriss einer gotischen Maßwerkbrüstung (Fig. 161) mit Werkstein-Schnittzeichnung und Zentimeter-Maßstab.
Fig. 162: Architekturzeichnung eines profilierten mittelalterlichen Gesimses mit Laubwerk- und Rundbogenfries (Fig. 162).
Fig. 163: Technische Zeichnung (Querschnitt und Aufriss) eines steinernen Hauptgesimses (Traufgesimses) mit Dachkonstruktion, Dachrinne und dekorativen Friesen.

Anfangs erscheinen die einzelnen Glieder (Rundstab und Hohlkehle) scharf voneinander getrennt ( bis ). Später fließen sie ineinander über und erzeugen überaus weiche, wenig markante Profillinien ( bis ). Um eine weite Ausladung der Gesimse bei verhältnismäßig geringer Bauhöhe zu erzielen, bedient man sich der Konsolen zur Unterstützung der vorgekragten Platten ( bis ). Dieses Hilfsmittel fand insbesondere bei zahlreichen romanischen Bauten in Frankreich Anwendung.

In Deutschland nutzte man die Konsolen zur Auflagerung von Rund-, Spitz- oder Kleeblattbögen, auf denen die vor der Mauerflucht vorspringenden, abdeckenden Gesimsstücke auflagen. Beispiele hierfür zeigen die und .

Die , und zeigen insofern von der Norm abweichende Formen, als die Gesimsprofilierung unterhalb der Abdeckung durch einzelne, konsolartig geformte, vorspringende Steinkörper unterbrochen wird. Hierdurch wird eine besonders markante Schattenwirkung erzielt.

zeigt ein sehr hohes Gesims mit verhältnismäßig geringer Ausladung, dessen mächtige, flach gehaltene untere Hohlkehle durch kräftiges Laubwerk geschmückt ist. Eine solche Verzierung mit Laubwerk findet sich auch in sowohl oberhalb der Rundbogenkonsolen als auch in der Hohlkehle der abdeckenden Werkstücke.

Bei dem in dargestellten Beispiel bildet das vor den Balkenköpfen befestigte Stirnbrett den oberen Abschluss des Gesimses. Das darauf angedeutete Ornament erzielt eine gute Wirkung, wenn es flach ausgearbeitet und durch eine dunkle Beizung farblich scharf vom Brett abgehoben wird.

Datenansicht

Profilquerschnitt und Aufriss eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf getrennten Gliedern und einem Zickzack-Fries.

Fig. 142.

Profilquerschnitt und Aufriss eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf getrennten Gliedern und einem Zickzack-Fries.

Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf voneinander getrennten Gliedern (Rundstab und Hohlkehle).

Fig. 143.

Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses mit scharf voneinander getrennten Gliedern (Rundstab und Hohlkehle).

Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses mit geometrischem Konstruktionsraster.

Fig. 144.

Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses mit geometrischem Konstruktionsraster.

Technische Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses (Fig. 145) mit deutlich voneinander abgesetztem Rundstab und Hohlkehle.

Fig. 145.

Technische Profilzeichnung eines steinernen Hauptgesimses (Fig. 145) mit deutlich voneinander abgesetztem Rundstab und Hohlkehle.

Profilzeichnung eines Hauptgesimses mit fließend ineinander übergehenden Profilgliedern (Rundstab und Hohlkehle).

Fig. 146.

Profilzeichnung eines Hauptgesimses mit fließend ineinander übergehenden Profilgliedern (Rundstab und Hohlkehle).

Geometrische Konstruktionszeichnung eines Hauptgesimsprofils (Fig. 147) mit ineinanderfließenden Gliedern.

Fig. 147.

Geometrische Konstruktionszeichnung eines Hauptgesimsprofils (Fig. 147) mit ineinanderfließenden Gliedern.

Geometrische Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses (Fig. 148) mit Konstruktionslinien.

Fig. 148.

Geometrische Profilzeichnung eines mittelalterlichen Hauptgesimses (Fig. 148) mit Konstruktionslinien.

Profilzeichnung eines historischen Gesimses mit weich ineinander übergehenden Gliedern (Fig. 149).

Fig. 149

Profilzeichnung eines historischen Gesimses mit weich ineinander übergehenden Gliedern (Fig. 149).

Profilzeichnung eines steinernen Gesimses mit charakteristischen mittelalterlichen Gliedern.

Fig. 150

Profilzeichnung eines steinernen Gesimses mit charakteristischen mittelalterlichen Gliedern.

Schnittzeichnung und Vorderansicht eines Werksteingesimses mit konsolartig unterbrochener Profilierung (Fig. 151).

Fig. 151

Schnittzeichnung und Vorderansicht eines Werksteingesimses mit konsolartig unterbrochener Profilierung (Fig. 151).

Architekturzeichnung eines hohen Werksteingesimses mit flacher Hohlkehle und Laubwerkschmuck (Fig. 152).

Fig. 152

Architekturzeichnung eines hohen Werksteingesimses mit flacher Hohlkehle und Laubwerkschmuck (Fig. 152).

Technische Zeichnung eines profilierten romanischen Gesimses mit Laubwerkkonsole und dekorativem Pflanzenfries.

Fig. 153

Technische Zeichnung eines profilierten romanischen Gesimses mit Laubwerkkonsole und dekorativem Pflanzenfries.

Aufrisszeichnung eines mittelalterlichen Konsolengesimses mit profiliertem Hauptgesims und darunterliegenden, mit Wappenschilden verzierten Konsolsteinen.

Fig. 154

Aufrisszeichnung eines mittelalterlichen Konsolengesimses mit profiliertem Hauptgesims und darunterliegenden, mit Wappenschilden verzierten Konsolsteinen.

Profil und Aufriss eines weit ausladenden Konsolgesimses (Fig. 155).

Fig. 155

Profil und Aufriss eines weit ausladenden Konsolgesimses (Fig. 155).

Technische Zeichnung eines mittelalterlichen Eckerkers (Scharwachthäuschen) mit Ansicht und Profilschnitt der tragenden Steinkonsole.

Fig. 156

Technische Zeichnung eines mittelalterlichen Eckerkers (Scharwachthäuschen) mit Ansicht und Profilschnitt der tragenden Steinkonsole.

Technische Zeichnung eines steinernen Fenstersturzes mit Klinkenfugen aus dem mittelalterlichen Werksteinbau.

Fig. 157

Technische Zeichnung eines steinernen Fenstersturzes mit Klinkenfugen aus dem mittelalterlichen Werksteinbau.

Maßstäbliche Aufriss- und Profilzeichnung einer Werksteinmauer mit kleinen Fensteröffnungen und einer profilierten Konsole im Schnitt.

Fig. 158

Maßstäbliche Aufriss- und Profilzeichnung einer Werksteinmauer mit kleinen Fensteröffnungen und einer profilierten Konsole im Schnitt.

Architektonische Detailzeichnung einer verzierten Fensterbrüstung im mittelalterlichen Stil mit Querschnitt und Ansicht.

Fig. 159.

Architektonische Detailzeichnung einer verzierten Fensterbrüstung im mittelalterlichen Stil mit Querschnitt und Ansicht.

Technische Zeichnung (Schnitt und Ansicht) einer profilierten Fenstersohlbank aus Werkstein.

Fig. 160.

Technische Zeichnung (Schnitt und Ansicht) einer profilierten Fenstersohlbank aus Werkstein.

Profil und Aufriss einer gotischen Maßwerkbrüstung (Fig. 161) mit Werkstein-Schnittzeichnung und Zentimeter-Maßstab.

Fig. 161.

Profil und Aufriss einer gotischen Maßwerkbrüstung (Fig. 161) mit Werkstein-Schnittzeichnung und Zentimeter-Maßstab.

Architekturzeichnung eines profilierten mittelalterlichen Gesimses mit Laubwerk- und Rundbogenfries (Fig. 162).

Fig. 162

Architekturzeichnung eines profilierten mittelalterlichen Gesimses mit Laubwerk- und Rundbogenfries (Fig. 162).

Technische Zeichnung (Querschnitt und Aufriss) eines steinernen Hauptgesimses (Traufgesimses) mit Dachkonstruktion, Dachrinne und dekorativen Friesen.

Fig. 163

Technische Zeichnung (Querschnitt und Aufriss) eines steinernen Hauptgesimses (Traufgesimses) mit Dachkonstruktion, Dachrinne und dekorativen Friesen.