Abschnitt 50

Gebäudesockel

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Bei höheren Sockeln, die zumeist durch Kellerfenster durchbrochen werden, wird die Stärke der Kellermauern beidseitig verteilt, sodass der Vorsprung des Sockelmauerwerks vor der Gebäudeflucht mindestens 6 cm beträgt. Hat der Sockel eine Höhe von 50 cm bis 1 m, so wird er abgetreppt. Seine äußere Erscheinung zeigt vorgeblendete Werksteinplatten von mindestens 12 cm Stärke, die mit der Hintermauerung verankert werden müssen ( und ).

Liegen in einem solchen Sockel auch Kellerfenster, so können sie entweder aus einem einzigen Werkstück ausgeschnitten () oder mit dem üblichen Steinschnitt hergestellt werden ( bis und bis ). Fenstergewänden aus einem Werkstück gibt man zur Verzierung wohl einen Schlussstein bei; Letzterer ist dann blind angearbeitet ().

Fig. 356.: Konstruktionszeichnung (Fig. 356) einer rustizierten Werksteinfassade mit nummerierten Steinquadern, Grundriss und Vertikalschnitt.

Höhere Gebäudesockel sind selbstständige Gebäudeteile, die die übliche Dreiteilung von Fuß, Schaft und Krönung aufweisen. Ihre Höhe beträgt 1 bis 1,50 m. Der Schaft oder Leib kann aus Platten bestehen oder besser gequadert sein, wobei die Höhe der einzelnen Werksteine vier bis fünk Backsteinhöhen beträgt. Die Anzahl der Quaderschichten kann zwei sein; besser wirken drei oder vier (, bis ). Kellerfenster werden dabei entweder horizontal abgedeckt oder mit einem scheitrechten Bogen oder Stichbogen durch Quader abgeschlossen. Der obere Sockelabschluss wird meist durch eine kräftige Deckplatte gebildet, die mit einer Unterschneidung versehen und meist durch ein einfaches tragendes Glied unterstützt ist. Reichere Unterglieder hier zu verwenden, ist nicht üblich, da dieses Gesims einerseits Einfachheit verlangt, zum anderen aber die vermehrte Steinhauerarbeit an dieser Stelle gar nicht zur Geltung kommen würde.

Fig. 357.: Konstruktionszeichnung eines flachen Fenstersturzes (scheitrechter Bogen) aus Werkstein mit detailliertem Fugen- und Steinschnittplan.
Fig. 358.: Technische Zeichnung (Schnitt/Grundriss) zur Verlegung und Verankerung von Werksteinen an einer Wandecke (Fig. 358).
Fig. 359.: Bauschnitt-Zeichnung zur Eckausbildung eines profilierten Gurtgesimses im Werksteinbau.
Fig. 360.: Technische Zeichnung eines horizontalen Schnitts durch ein Gesims an einer Gebäudeecke und im Wandverlauf zur Darstellung des Steinverbands.
Fig. 361.: Eine technische Zeichnung (Grundriss) eines Mauerwerksverbands an einer Wandecke und einer Fensteröffnung.
Fig. 362.: Perspektivische Darstellung einer Werkstein-Fugenverbindung mit gefalzten Lagern (Fig. 362 und Fig. 363).
Fig. 363.: Perspektivische Zeichnung eines bearbeiteten Werksteins (Konsolstein) mit einer Schwalbenschwanznut auf der Oberseite und der Nummer 11.
Fig. 364.: Isometrische Darstellung eines gestuften Werksteinprofils, vermutlich eines mehrteiligen Architravs.

Die Deckplatte des Sockels erhält eine Wasserschräge, sie kann sogar selber mit Abwässerung gearbeitet sein (, und ). Die Höhe der Sockelabdeckung ist gleich drei bis vier Schichtenhöhen aus Ziegelsteinen.

Die Deckplatte des Sockels kann auch ganz fehlen; es muss dann die Quaderung des Sockels in gleicher Weise im Erdgeschoss des Gebäudes durchgeführt werden, wie dies durch veranschaulicht ist.

Die Dossierung . Das aufsteigende Sockelmauerwerk wird manchmal schräg ausgeführt, sodass es nach unten hin verstärkt erscheint. Man nennt dies eine Dossierung .

Datenansicht

Detailzeichnung eines segmentbogenförmigen Kellerfensters im Werksteinsockel mit Schnittdarstellung.

Fig. 344

Detailzeichnung eines segmentbogenförmigen Kellerfensters im Werksteinsockel mit Schnittdarstellung.

Technische Zeichnung eines horizontalen Schnitts durch eine Werksteinverkleidung mit einer Klammerverbindung.

Fig. 345

Technische Zeichnung eines horizontalen Schnitts durch eine Werksteinverkleidung mit einer Klammerverbindung.

Technische Zeichnung eines flachen Steinsturzes mit darüberliegendem Entlastungsbogen (Segmentbogen).

Fig. 346.

Technische Zeichnung eines flachen Steinsturzes mit darüberliegendem Entlastungsbogen (Segmentbogen).

Architektonische Aufrisszeichnung eines rustizierten Mauerwerks (Bossenwerk) mit zentraler Wandöffnung und nummerierten Steinschichten.

Fig. 350

Architektonische Aufrisszeichnung eines rustizierten Mauerwerks (Bossenwerk) mit zentraler Wandöffnung und nummerierten Steinschichten.

Konstruktionszeichnung (Fig. 356) einer rustizierten Werksteinfassade mit nummerierten Steinquadern, Grundriss und Vertikalschnitt.

Fig. 356.

Konstruktionszeichnung (Fig. 356) einer rustizierten Werksteinfassade mit nummerierten Steinquadern, Grundriss und Vertikalschnitt.

Konstruktionszeichnung eines flachen Fenstersturzes (scheitrechter Bogen) aus Werkstein mit detailliertem Fugen- und Steinschnittplan.

Fig. 357.

Konstruktionszeichnung eines flachen Fenstersturzes (scheitrechter Bogen) aus Werkstein mit detailliertem Fugen- und Steinschnittplan.

Technische Zeichnung (Schnitt/Grundriss) zur Verlegung und Verankerung von Werksteinen an einer Wandecke (Fig. 358).

Fig. 358.

Technische Zeichnung (Schnitt/Grundriss) zur Verlegung und Verankerung von Werksteinen an einer Wandecke (Fig. 358).

Bauschnitt-Zeichnung zur Eckausbildung eines profilierten Gurtgesimses im Werksteinbau.

Fig. 359.

Bauschnitt-Zeichnung zur Eckausbildung eines profilierten Gurtgesimses im Werksteinbau.

Technische Zeichnung eines horizontalen Schnitts durch ein Gesims an einer Gebäudeecke und im Wandverlauf zur Darstellung des Steinverbands.

Fig. 360.

Technische Zeichnung eines horizontalen Schnitts durch ein Gesims an einer Gebäudeecke und im Wandverlauf zur Darstellung des Steinverbands.

Eine technische Zeichnung (Grundriss) eines Mauerwerksverbands an einer Wandecke und einer Fensteröffnung.

Fig. 361.

Eine technische Zeichnung (Grundriss) eines Mauerwerksverbands an einer Wandecke und einer Fensteröffnung.

Perspektivische Darstellung einer Werkstein-Fugenverbindung mit gefalzten Lagern (Fig. 362 und Fig. 363).

Fig. 362.

Perspektivische Darstellung einer Werkstein-Fugenverbindung mit gefalzten Lagern (Fig. 362 und Fig. 363).

Perspektivische Zeichnung eines bearbeiteten Werksteins (Konsolstein) mit einer Schwalbenschwanznut auf der Oberseite und der Nummer 11.

Fig. 363.

Perspektivische Zeichnung eines bearbeiteten Werksteins (Konsolstein) mit einer Schwalbenschwanznut auf der Oberseite und der Nummer 11.

Isometrische Darstellung eines gestuften Werksteinprofils, vermutlich eines mehrteiligen Architravs.

Fig. 364.

Isometrische Darstellung eines gestuften Werksteinprofils, vermutlich eines mehrteiligen Architravs.

Horizontaler Schnitt (Grundriss) der ersten Steinschicht (I. Schicht) einer Werksteinmauerung.

Fig. 379

Horizontaler Schnitt (Grundriss) der ersten Steinschicht (I. Schicht) einer Werksteinmauerung.

Technische Zeichnung (Querschnitt) eines profilierten Gurtgesimses aus Werkstein mit ausgeprägter Wassernase zur Entwässerung.

Fig. 382.

Technische Zeichnung (Querschnitt) eines profilierten Gurtgesimses aus Werkstein mit ausgeprägter Wassernase zur Entwässerung.

Schnittzeichnung der Konstruktion eines profilierten Gesimses aus Werkstein mit Mauerwerksanschluss (Fig. 383).

Fig. 383.

Schnittzeichnung der Konstruktion eines profilierten Gesimses aus Werkstein mit Mauerwerksanschluss (Fig. 383).

Vertikalschnitt durch eine profilierte Wand mit Werkstein-Verblendung und Backstein-Hintermauerung.

Fig. 385.

Vertikalschnitt durch eine profilierte Wand mit Werkstein-Verblendung und Backstein-Hintermauerung.