Weit größere Öffnungen im Mauerwerk, als sie die Fenster bilden, werden bei der Anordnung von Loggien erforderlich. Sie finden in jüngerer Zeit mit Vorliebe bei den eingebauten städtischen Wohn- und Mietshäusern Anwendung, wo sie die an sich sehr lobenswerte Bestimmung haben, ein Zimmer der Wohnung mit der Außenwelt in unmittelbare Verbindung zu setzen.
Die eigentliche Fensterwand, also die äußere Abschlusswand des Zimmers, wird hierbei um 1 bis 2 m hinter die Fassadenflucht zurückgelegt. Hierdurch verliert das betreffende Zimmer selbstredend an Licht, und zwar umso mehr, je niedriger die Öffnung der Loggia ist und je mehr diese Öffnung etwa durch Pfeiler oder Säulen verbaut ist. Deshalb empfiehlt es sich, diese Öffnungen möglichst nahe bis unter den Fußboden des nächsten Stockwerks reichen zu lassen, damit das Licht tief in das dahinter liegende Zimmer einfallen kann. Die praktischste, wenn auch nicht die schönste Lösung ist im Grunde die, dass die Balkenlage des nächsten Stockwerks durch eiserne Träger abgefangen wird.
Für die architektonische Lösung wäre allerdings eine Bogenstellung als offene Arkade und Ähnliches günstiger (); für das praktische Bedürfnis ist dies jedoch oft nicht zu empfehlen. Moderne Loggia-Ausgestaltungen sind in den und dargestellt.
Kommen statt eines Bogens eiserne Träger zur Verwendung, so führt man das senkrechte Seitengewände zum weit gespannten horizontalen Sturz am besten durch eingeschobene Kragsteine über (vgl. ).
Eine geringere Tiefe gibt man der Loggia, wenn man die Fußbodenplatte herausragen lässt, d. h. zugleich mit der Loggia einen Balkon verbindet. Dieser schließt am besten in geschwungener Grundrissform an den Stockwerksfußboden an.



