Buchcover: Der Maurer
Bibliothek der Gründerzeit

Das Handbuch des Bautechnikers, II. Band

Der Maurer

Dieses historische Standardwerk des späten 19. Jahrhunderts vermittelt das grundlegende theoretische und praktische Wissen über den Wandel vom traditionellen Handwerk zu ingenieurtechnischen Konstruktionsweisen im Hochbau, um Bauwerke dauerhaft standsicher, feuerfest und trocken zu errichten.

Adolf Opderbecke · Bernh. Friedr. Voigt., Leipzig · 1900 ·

Baukonsruktionslehre
Gebäudemauern
Decken
Fußböden
Putzarbeiten
Fugearbeiten

Überblick

Ein historisches Handbuch als zugänglicher Lernraum

Dieses Werk ist mehr als ein digitalisierter Scan: Es verbindet kapitel-weises Lesen, erschlossene Fachbegriffe, Tafeln und Konstruktionszeichnungen zu einem strukturierten Einstieg in die historische Baukonstruktionslehre.

Für den interessierten Leser empfiehlt sich der Einstieg über die Kapitel: erst die Übersicht lesen, dann einzelne Themen vertiefen und die Abbildungen, Tafeln und Begriffe am Ende jeder Seite als Nachschlagewerk nutzen.

Wer sich erst einmal einen schnellen Überblick verschaffen möchten, kann verschiedene Zusammenfassungen des Werks weiter unten finden. Weitere spannende Formate befinden sich in Entwicklung.

Kapitel 1
ca. 195 Min.

Gebäudemauern

Dieses Handbuchkapitel bietet ein umfassendes Kompendium zum historischen Mauerwerksbau aus Ziegeln, Natursteinen, Stampf- und Gussmassen sowie frühen Leichtbausystemen. Es vermittelt praxiserprobte Konstruktionsregeln für Verbände, Schornsteine, Bögen und Hohlmauern sowie bauphysikalische Erkenntnisse zur Schadensprävention und Standsicherheit im späten 19. Jahrhundert.

Perspektivische Darstellung eines Ziegelsteins im deutschen Normalformat mit den Maßangaben 250, 120 und 65 mm.Eine Übersichtsdarstellung verschiedener Formate und Profile von Verblend- und Formsteinen für den Backsteinbau.Eine Übersichtstafel mit verschiedenen Formaten und Profilen von historischen Formsteinen (Verblendsteinen).Technische Zeichnung von Profilquerschnitten und perspektivischen Ansichten profilierter Formsteine.Schematische Darstellung eines Dreiquartiers (Dreiviertelsteins) als Teilstein im Mauerwerksbau.Schematische Darstellung eines halben Ziegelsteins (Kopf) im Verhältnis zu einem ganzen Stein.
Kapitel 2
ca. 170 Min.

Decken

Dieses historische Fachkompendium dokumentiert den bautechnischen Übergang von hölzernen zu massiven Deckenkonstruktionen im späten 19. Jahrhundert. Behandelt werden patentierte Eisen-Träger-Systeme mit Stein- oder Betonfüllungen sowie die detaillierte Geometrie, Statik und handwerkliche Ausführung aller klassischen Gewölbeformen vom einfachen Tonnengewölbe bis zum komplexen Netz- und Fächergewölbe.

Querschnitt einer Kleineschen Decke mit unter der Trägerunterkante hervorragender Steinplatte zur Erzielung einer ebenen Unteransicht.Technische Zeichnung eines Wandauflagers für eine Kleinesche Decke mit einer ausgestemmten Nut im Mauerwerk.Detailzeichnung einer Kleineschen Decke mit auskragendem Mauerwerksauflager an einer Umfassungswand im Querschnitt (Fig. 367).Querschnitt einer flachen Ziegeldecke (Kleinesche Decke) mit rechtwinkligen Verstärkungsrippen.Technische Zeichnung (Querschnitt) einer eisernen Balkendecke mit Unterstützung der Deckenplatten durch eine Betonkonsole.Schnittzeichnung einer Deckenkonstruktion (Kleinesche Decke) mit Unterstützung durch Winkeleisen an einem I-Träger.
Kapitel 3
ca. 23 Min.

Fußböden

Dieses Kapitel bietet eine umfassende Übersicht über historische massive Fußbodenkonstruktionen aus Naturstein, künstlichen Steinen sowie verschiedenen Estricharten. Es vermittelt grundlegende Handwerksregeln, Materialeigenschaften und Konstruktionsweisen, um feuchtigkeits- und feuerbeständige, langlebige Böden im Außen- und Innenbereich fachgerecht herzustellen und typische Bauschäden zu vermeiden.

Schematische Darstellung eines parallel verlegten Reihenpflasters mit im Verband versetzten Pflastersteinen.Schematische Darstellung eines diagonalen Pflasterverbandes (Diagonalpflaster) mit versetzten Stoßfugen.Schematische Darstellung eines Mosaikpflasters mit unregelmäßig gefügten Natursteinen.Schematische Darstellung eines Plattenbelags im Verband.Schematische Darstellung eines Plattenbelags mit durchgehenden Stoßfugen.Schematische Darstellung eines diagonal verlegten Plattenbelags mit einer dreieckigen Abschlussplatte.
Kapitel 4
ca. 25 Min.

Putz- und Fugearbeiten

Dieses Kapitel beschreibt die historischen Techniken, Materialien und handwerklichen Regeln für Putz- und Fugearbeiten an Mauerwerk und Holzkonstruktionen. Es vermittelt praktische Anleitungen zur Untergrundvorbereitung, zur Verarbeitung verschiedener Kalk- und Zementmörtel, zum präzisen Ziehen von Gesimsen mittels Schablonen sowie zur schadensfreien Gestaltung haltbarer Mauerwerksfugen.

Schematische Darstellung des Berohrens von Holzkonstruktionen zur Putzvorbereitung mit im Zickzack geführten Drähten.Schematische Darstellung einer Berohrung auf einer Holzfläche zur Vorbereitung von Putzarbeiten.Technische Zeichnung einer zweilagigen Deckenberohrung aus Rohrgewebe als Putzträger für stark beanspruchte Decken.Querschnittsdarstellung einer Deckenkonstruktion mit konischen Wurf- oder Pliesterlatten als Putzträger.Querschnitt eines Holzleisten-Putzträgergeflechts nach dem System von Martin Schubert (Görlitz) mit Befestigungsdetails.Technische Zeichnung eines Holzleistengeflechts zur direkten Befestigung an Deckenbalken als Putzträger.
Ausgabeangaben

Bibliografische Metadaten

Angaben zur historischen Ausgabe, wie sie auf dem Buchcover und in den Quellenmetadaten verzeichnet sind.

Titel
Der Maurer
Untertitel
Baukonsruktionslehre II. Teil
Reihe
Das Handbuch des Bautechnikers, II. Band
Autor
Adolf Opderbecke
Verlag
Bernh. Friedr. Voigt., Leipzig
Erscheinungsjahr
1900
Zielgruppe
Studierende und ausführende Bautechniker, für den Schulgebrauch und die Baupraxis
Seitenzahl
235
Textabbildungen (laut Buch)
625
Tafeln (laut Buch)
17
Themen
Baukonsruktionslehre · Gebäudemauern · Decken · Fußböden · Putzarbeiten · Fugearbeiten
Digital aufbereitet
23. Mai 2026

Zusammenfassungen

Dieses Standardwerk des späten 19. Jahrhunderts dokumentiert den Epochenwechsel vom traditionellen Handwerk zu den ingenieurwissenschaftlichen Konstruktionsmethoden des deutschen Hochbaus. Das primäre Lernziel des Werks liegt in der Vermittlung eines tiefgreifenden Verständnisses für das Zusammenspiel von Materialeigenschaften, Bauphysik, Geometrie und Statik, um dauerhafte, standsichere und brandgeschützte Bauwerke zu errichten.

Die Struktur des Buches folgt einer klaren konstruktiven Logik, die sich von den vertikalen Traggliedern über die horizontalen Raumabschlüsse bis hin zu den schützenden und veredelnden Ausbaugewerken erstreckt. Im Bereich des Wandbaus liegt der Fokus auf der präzisen Geometrie des Ziegelmauerwerks sowie der Gewinnung und Bearbeitung von Natursteinen. Zudem beleuchtet das Werk den damals revolutionären Übergang zu fugenlosen Leichtbausystemen wie den Monierwänden.

Bei den horizontalen Tragkonstruktionen zeigt das Werk die Entwicklung von traditionellen Gewölbeformen hin zu hybriden Eisenträgerdecken, wie der weit verbreiteten Kleineschen Decke. Diese Konstruktionen boten die notwendige Antwort auf den steigenden Bedarf an städtischem Brandschutz und Tragfähigkeit im Industriebau. Der darauffolgende Bereich der Fußbodenkonstruktionen analysiert sowohl mechanisch hochbelastbare Pflaster- und Plattenbeläge im Außenraum als auch repräsentative monolithische Estriche und feuchtigkeitsabdichtende Asphaltestriche für den anspruchsvollen Innenraum.

Den bauphysikalischen und ästhetischen Abschluss bilden die Putz- und Fugearbeiten. Das Werk vermittelt hierfür die handwerklichen Regeln zur Untergrundvorbereitung auf Mauerwerk und Holz sowie die präzise Rezeptur historischer Bindemittel, um Bauschäden wie Risse oder Abplatzungen wirksam zu verhindern. Für die heutige Denkmalpflege und historische Bauforschung stellt das Werk ein unschätzbares Quellenwerk dar, das die konstruktiven Geheimnisse der Gründerzeitarchitektur systematisch entschlüsselt.

Datenansicht

Tafeln, Glossar und Abbildungen

Perspektivische Darstellung und Grundriss einer Kleineschen Decke.

Taf. 1 u. 2

Perspektivische Darstellung und Grundriss einer Kleineschen Decke.

Perspektivische Schnittdarstellung einer Schürmannschen Gewölbeträgerdecke über tragendem Ziegelmauerwerk.

Taf. 3 u. 4

Perspektivische Schnittdarstellung einer Schürmannschen Gewölbeträgerdecke über tragendem Ziegelmauerwerk.

Konstruktionszeichnung und stereotomische Entwicklung eines Kreuzgewölbes mit verschiedenen Projektionsansichten und einer perspektivischen Detailansicht.

Taf. 5 u. 6

Konstruktionszeichnung und stereotomische Entwicklung eines Kreuzgewölbes mit verschiedenen Projektionsansichten und einer perspektivischen Detailansicht.

Konstruktionszeichnung eines Kreuzgewölbes mit zwei Schnitten und einem geometrischen Grundriss.

Taf. 7

Konstruktionszeichnung eines Kreuzgewölbes mit zwei Schnitten und einem geometrischen Grundriss.

Architekturzeichnung einer gewölbten Kelleranlage mit Treppenaufgang, dargestellt in Grundriss und Schnitten.

Taf. 8 u. 9

Architekturzeichnung einer gewölbten Kelleranlage mit Treppenaufgang, dargestellt in Grundriss und Schnitten.

Architektonische Tafel zu Gewölbekonstruktionen, Ziegelverbänden und den dazugehörigen hölzernen Lehrgerüsten (Rüstungen).

Taf. 10 u. 11

Architektonische Tafel zu Gewölbekonstruktionen, Ziegelverbänden und den dazugehörigen hölzernen Lehrgerüsten (Rüstungen).

Axonometrische Gesamtdarstellung des Baus von Kellergewölben mit Lehrgerüsten, Schnitten und Konstruktionsdetails.

Taf. 12 u. 13

Axonometrische Gesamtdarstellung des Baus von Kellergewölben mit Lehrgerüsten, Schnitten und Konstruktionsdetails.

Konstruktionstafel eines gotischen Kreuzgewölbes mit Grundriss, Schnitten und geometrischen Projektionen der Rippenbögen.

Taf. 14 u. 15

Konstruktionstafel eines gotischen Kreuzgewölbes mit Grundriss, Schnitten und geometrischen Projektionen der Rippenbögen.

Die Tafel zeigt detaillierte Werksteinzeichnungen und Schablonen für die Konstruktion von Gewölberippen, Anfängern und Schlusssteinen eines gotischen Kreuzrippengewölbes.

Taf. 16 u. 17

Die Tafel zeigt detaillierte Werksteinzeichnungen und Schablonen für die Konstruktion von Gewölberippen, Anfängern und Schlusssteinen eines gotischen Kreuzrippengewölbes.