Fertige Deckenplatten liefert die Deutsche Zementbau-Gesellschaft (vormals Paul Stolte) in Berlin unter der Bezeichnung Stoltes Stegzementdielen in Längen von 1 bis 4 m und Stärken von 7 bis 40 cm. Diese sind in Längsrichtung mit Hohlräumen durchzogen, deren Breite das 2- bis $2\frac{1}{2}$-fache ihrer
Höhe beträgt, sodass dazwischen I-förmige Stege entstehen. Zur Erhöhung der Tragfähigkeit sind in die untere Hälfte dieser Stege Flacheisen (Bandeisen) eingebettet.
Bei Trägerabständen bis 1,40 m werden in Wohngebäuden 7 bis 8 cm starke Dielen verwendet, bei Abständen bis zu 1,80 m kommen 10 cm starke Dielen zum Einsatz (). Die Ausführung erfolgt folgendermaßen:
Zuerst umhüllt man die unteren Trägerflansche mit einem Drahtgewebe, damit der Deckenputz gut daran haftet. Danach wird an der Wand ein Keilstück auf die unteren Trägerflansche gelegt. Anschließend schiebt man die rautenförmigen (rhomboidischen) weiteren Dielen () mit Zementmörtel in den Fugen zusammen. Sämtliche Fugen, sowohl zwischen den einzelnen Dielen als auch an den Trägerflanschen, werden mit Mörtel ausgegossen. Nach dem Verlegen der Dielen in allen Feldern kann sofort die Schüttung eingebracht werden, in die sich die Lagerhölzer für den Fußboden einbetten lassen.
Für Fabrik- und Lagergebäude, in denen die einzelnen Etagen feuersicher voneinander getrennt sein müssen, lässt sich unter Verzicht auf die Ausfüllung der Deckenfelder mit Füllmaterial eine leichte Decke herstellen. Die Dielen werden dabei gemäß auf einer entsprechend geformten Trägerumhüllung aus Zementbeton gelagert. Der Fußboden wird in diesem Fall meist durch einen 2 cm starken Zementestrich gebildet und kann bei Bedarf mit Linoleum belegt werden.
Bei sehr schweren Lasten (z. B. in Durchfahrten usw.) verwendet man Dielen in einer solchen Stärke, dass sie die gesamte Deckenhöhe ausfüllen ().
Die Herstellung der Dielen erfolgt unter Verwendung von Portlandzement und Quarzsand oder Bimssand. Quarzsand-Zementdielen erreichen die Festigkeit von natürlichem Sandstein und lassen sich nur schwer mit dem Stahlmeißel und Hammer bearbeiten. Aufgrund der integrierten Hohlräume lassen sie sich jedoch in Längs- und Höhenrichtung leicht spalten.
Bimsstein-Zementdielen lassen sich nageln, bohren und sägen. Sie sind den reinen Zementdielen daher vorzuziehen, wenn an der Deckenunterseite Stuckverzierungen angeschraubt werden sollen.



