Abschnitt 51

1. Eiserne Balkendecken mit Ausfüllung der Deckenfelder durch Steine oder Mörtelkörper

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In der Regel wird ein Raum nach oben durch eine Decke, seltener durch ein Dach begrenzt. Je nachdem, ob die Decke einen Raum nach oben abschließt oder ihn von einem darüber liegenden Raum trennt, kann man unterscheiden:

  • a) Decken, über denen sich kein nutzbarer Raum befindet und die daher keinen Fußboden tragen müssen,
  • b) Decken, über denen sich ein oder mehrere genutzte Räume befinden und die deshalb einen Fußboden tragen müssen.

Da die Holzbalkendecken bereits im I. Band dieses Handbuches erörtert wurden, erübrigt sich noch die Besprechung der massiven Decken. Diese lassen sich hinsichtlich ihrer Konstruktion unterteilen in:

  1. eiserne Balkendecken mit Ausfüllung der Balkenzwischenräume durch Steine oder Mörtelkörper,
  2. gewölbte Decken oder Gewölbe aus Ziegelsteinen und Natursteinen.

Die folgenden Abschnitte stellen patentierte und bewährte Systeme der Gründerzeit vor:

Hohlkörperplatten Unter den Eisenbalkendecken mit Steinausfachung hat die Kleinesche Decke die häufigste Anwendung gefunden; ihr Patentinhaber ist der Baumeister J.

F. Kleine aus Erbach am Rhein. Das Wesentliche dieser Konstruktion ist die Herstellung einer ebenen Steinplatte unter Verwendung gewöhnlicher Ziegelsteine, Lochsteine, rheinischer Schwemmsteine oder Formsteine im Format $10 \times 12 \times 25\text{ cm}$. In die Lagerfugen werden von Auflager zu Auflager reichende, hochkant gestellte Flacheisen von $1 : 25$ bis $2 : 35\text{ mm}$ Stärke eingebettet. Das Mauern geschieht mit flachseitig oder hochkant gerichteten Steinen auf einer horizontalen Schalung (vgl. und ); als Bindemittel ist Zementmörtel zu verwenden.

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