Abschnitt 100

Zementestrich

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Als Unterlage für Zementestrich wählt man stets einen 10 bis 12 cm starken Zementbeton, der geebnet und festgestampft wird. Auf den frischen Beton, dessen Oberfläche mit der Gießkanne anzufeuchten ist, wird eine 2 bis 3 cm starke Zementmörtelschicht aus 1 Teil Zement und 2 bis 3 Teilen scharfem Sand aufgebracht. Diese wird so lange gestampft, bis sich auf der Oberfläche Wasser zeigt – oder wie der Maurer sagt: bis der Zement „schwitzt“. Anschließend wird die Oberfläche mit dem Reibebrett geebnet und geglättet. Ein zu starkes Glätten des Zementestrichs, insbesondere das sogenannte „Bügeln“ mit Stahlkellen, ist nicht ratsam, da dies zu einem baldigen Abblättern der obersten Schicht führen kann. Die Oberfläche kann auch mit gerillten Walzen (Zementrollen) aufgeraut und gemustert werden. Nach der Fertigstellung muss der Estrich mindestens 8 Tage lang vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und täglich mindestens zweimal mit der Gießkanne befeuchtet werden. Wegen seines schlichten Aussehens eignet sich Zementestrich vor allem für untergeordnete Räume (Toiletten, Urinale, Kellerräume, Waschküchen, Schlachthäuser, Lagerräume usw.).

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