Abschnitt 20

Anker und Binder in Hohlmauern

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Fig. 152: Technische Zeichnung zweier Schichten einer zweischaligen Hohlmauer an einer Wandecke (Fig. 152).

Bei 2 Steine starken Mauern lassen sich zwei Hohlräume von je $\frac{1}{4}$ Stein Breite anordnen, die durch eine $\frac{1}{2}$ Stein starke Zwischenmauer getrennt sind (). Der innere Hohlraum kann dann zur Belüftung der Innenräume genutzt werden, indem man ihn mit der Außen- und Innenluft verbindet.

Statt mit Ankersteinen können die beiden Mauerteile auch durch Eisenanker verbunden werden. Diese werden meist aus Flacheisen gefertigt, deren umgebogene Enden in die Stoßfugen eingelegt werden ().

Fig. 153.: Isometrische Darstellung einer zweischaligen Ziegelhohlmauer, deren Schalen durch Eisenanker aus Flacheisen miteinander verbunden sind.
Fig. 154.: Grundriss-Darstellung zweier Schichten einer rechtwinkeligen Hohlmauer mit zickzackförmigem Luftraum zur Stabilitätsverbesserung.

Sind die Hohlräume $\frac{1}{2}$ Stein breit, führt man sie gewöhnlich nicht geradlinig, sondern im Zickzack durch die Mauer. Zur Erhöhung der Standfestigkeit verbindet und verstärkt man die beiden Mauerschalen in Abständen von $2\frac{1}{2}$ bis 3 Steinlängen durch Mauerpfeiler (). Die Verbindung der beiden Mauerteile erfolgt dann zweckmäßig durch das Einlegen von Eisenankern.

In England werden anstelle der gewöhnlichen Ankersteine oft Steine aus scharf gebranntem Steingut verwendet. Diese sind so geformt und vermauert, dass ihre inneren Köpfe eine Schicht höher liegen als die äußeren (). Herabfallender Mörtel gleitet auf der schrägen Fläche der Steine im Hohlraum ab und sammelt sich an der äußeren Mauerschale, sodass die Innenschale trocken bleibt^2.

Fig. 155.: Perspektivische Darstellung einer zweischaligen Hohlmauer mit schrägen Hohl-Ankersteinen aus Steingut zur Verhinderung von Feuchtigkeit.
Fig. 156.: Technische Zeichnung des Mauerwerksverbands einer Hohlmauer mit Binderpfeilern nach Schmölke.

Um die Standfestigkeit der Hohlmauern zu erhöhen und das Ablagern von Mörtel auf den Ankersteinen zu verhindern, schlägt Schmölke vor, die einzelnen Bindersteine durch Binderpfeiler zu ersetzen, die in Abständen von $3\frac{1}{2}$ bis 4 Steinlängen durch die gesamte Mauerhöhe reichen ().

Datenansicht

Technische Zeichnung zweier Schichten einer zweischaligen Hohlmauer an einer Wandecke (Fig. 152).

Fig. 152

Technische Zeichnung zweier Schichten einer zweischaligen Hohlmauer an einer Wandecke (Fig. 152).

Isometrische Darstellung einer zweischaligen Ziegelhohlmauer, deren Schalen durch Eisenanker aus Flacheisen miteinander verbunden sind.

Fig. 153.

Isometrische Darstellung einer zweischaligen Ziegelhohlmauer, deren Schalen durch Eisenanker aus Flacheisen miteinander verbunden sind.

Grundriss-Darstellung zweier Schichten einer rechtwinkeligen Hohlmauer mit zickzackförmigem Luftraum zur Stabilitätsverbesserung.

Fig. 154.

Grundriss-Darstellung zweier Schichten einer rechtwinkeligen Hohlmauer mit zickzackförmigem Luftraum zur Stabilitätsverbesserung.

Perspektivische Darstellung einer zweischaligen Hohlmauer mit schrägen Hohl-Ankersteinen aus Steingut zur Verhinderung von Feuchtigkeit.

Fig. 155.

Perspektivische Darstellung einer zweischaligen Hohlmauer mit schrägen Hohl-Ankersteinen aus Steingut zur Verhinderung von Feuchtigkeit.

Technische Zeichnung des Mauerwerksverbands einer Hohlmauer mit Binderpfeilern nach Schmölke.

Fig. 156.

Technische Zeichnung des Mauerwerksverbands einer Hohlmauer mit Binderpfeilern nach Schmölke.