Abschnitt 97

Lehmestrich

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Bei landwirtschaftlichen Bauten, insbesondere in Dreschtennen, wird der Lehmestrich häufig aus Lehm hergestellt. Man verwendet hierfür gut durchgefrorenen Lehm, der in Schichten von 7 bis 10 cm Dicke aufgebracht und festgetreten wird, bis eine Gesamtstärke von 35 bis 45 cm erreicht ist. Das weitere Verdichten erfolgt mit halbzylindrischen Schlägeln, sogenannten „Pritschbläueln“, so lange, bis die Oberfläche keine Abdrücke der Schlägel mehr annimmt. Anschließend wird der Fußboden mit Rinderblut oder Teergalle unter Zusatz von Hammerschlag oder auch mit einer Lösung von Ton in Rinderblut und Wasser mehrmals befeuchtet, bis alle Risse im Fußboden zugeschlämmt sind. Auf die gleiche Weise wird oft auch der Boden für Kegelbahnen auf dem Land hergestellt.

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