Die Überdeckung der Öffnungen kann mit Werksteinen entweder in der Form von Steinbalken oder als Bogen ausgeführt werden. Da Steinbalken eine relativ geringe Biegezugfestigkeit besitzen, müssen sie entweder entsprechend hoch dimensioniert werden, oder man muss über ihnen Entlastungskonstruktionen anbringen.
Bei geringen Spannweiten reicht eine Hohlfuge zur Entlastung aus, sofern darüber ein ausreichend hohes Bei geringen Spannweiten reicht eine Hohlfuge zur Entlastung aus, sofern darüber ein ausreichend hohes Werkstück folgt ( und ). Andernfalls sind Entlastungsbögen ( bis ) oder gegeneinander verkeilte Werksteine, sogenannte Spannschichten (), vorzusehen. Bei normalen Tür- und Fensterbreiten von 1,0 bis 1,50 m genügen meist Entlastungsbögen von $1/2$ bis 1 Stein Stärke aus Ziegeln; bei größeren Spannweiten sind $1\frac{1}{2}$ bis $2\frac{1}{2}$ Steine Stärke erforderlich.
Der Raum unter dem Entlastungsbogen sowie die Entlastungsfugen sollten erst geschlossen werden, wenn der Rohbau fertiggestellt ist und sich das Mauerwerk nicht mehr weiter setzt.
Die Überwölbung erfolgt wie bei Ziegelbögen mit keilförmig behauenen Steinen. Dabei können alle Bogenformen angewendet werden, die bereits bei den Ziegelbögen (S. 46) beschrieben wurden. Scheitrechte Bögen ( und ) ersetzen gerade Stürze, wenn eine waagerechte Unterseite gewünscht
ist. Bei höherer Belastung oder größeren Spannweiten kann man scheitrechte Bögen verstärken, indem man die Oberseite segmentbogenförmig oder zum Scheitel hin spitz ansteigend ausbildet ( und ) oder sie durch einen Stichbogen
() entlastet. Um sehr spitze Winkel an den Wölbsteinen zu vermeiden, legt man die Kämpferfuge meist etwas tiefer als die Bogenlaibung und bricht eventuell die Fugenkanten an der Innen- und Außenseite ().
Bei Flachbögen wird die Oberseite (Rückenlinie) selten konzentrisch zur Unterseite (Laibungslinie) ausgeführt, da sonst auch das Lager der angrenzenden Mauersteine bogenförmig behauen werden müsste.













