Ein mit Drahtgewebe bewehrter Estrich zur Überdeckung eiserner Träger (oder auch von Holzbalken) wird von der Terrast-Baugesellschaft in Berlin unter dem Namen „Terrast“ angeboten. Ein verzinktes Drahtgewebe mit 1,2 mm Drahtstärke und 25 mm Maschenweite wird über die Träger gespannt und an der einen Wand mit Putzhaken befestigt. Darauf wird das Gewebe im ersten Deckenfeld nach unten gedrückt und, sobald es um 1/10 der Feldbreite durchhängt, mit Bindedraht am ersten Träger befestigt. Danach drückt man das Gewebe im zweiten Feld durch, befestigt es am zweiten Träger, und fährt so fort, bis die gesamte Raumbreite auf diese Weise überspannt ist. Die nächste Gewebebahn überlappt die vorherige um etwa 5 cm.
Ist das Drahtnetz über den gesamten Raum gespannt, breitet man über den Trägerflanschen Papierstreifen aus. Darüber sowie über das gesamte Drahtnetz wird eine zweite Lage aus starkem Rollenpapier verlegt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Papier überall dicht auf dem Drahtnetz aufliegt. Nun wird ein zweites Drahtgewebe in gleicher Weise wie das erste ausgebreitet und an den Wänden und Trägern befestigt – jedoch so, dass in der Mitte etwa 1 cm Spielraum zwischen den beiden Drahtnetzen frei bleibt. Vor dem Auftragen der Estrichmasse (bestehend aus 1 Teil Zement und 7 Teilen Sand oder 1 Teil Zement, 5 Teilen Sand und 3 Teilen Koksasche) muss das Papier mit einer Gießkanne angefeuchtet werden, damit es sich eng an das untere Drahtnetz anschmiegt.
Die Estrichmasse wird in mehreren Schichten aufgetragen und mit der Schaufel oder Kelle so fest angedrückt, dass keine Hohlräume entstehen. Sobald so viel Masse eingebracht ist, dass die oberen Trägerflansche etwa 4 cm hoch überdeckt sind, wird die gesamte Fläche mit einer Mörtelmischung aus 1 Teil Zement und 3 Teilen Sand abgezogen und mit dem Reibebrett geglättet, sodass eine absolut ebene Fläche entsteht. Zur Herstellung einer ebenen Deckenunterseite können Latten im Abstand von etwa 20 cm auf die unteren Trägerflansche gelegt werden, an denen man ein Rohr- oder Drahtziegelgewebe zur Aufnahme des Putzes befestigt. Damit sich die Latten nicht anheben können, treibt man zwischen ihnen und den oberen Trägerflanschen schräg gestellte Lattenstücke ein und vernagelt sie mit den Deckenlatten ().
