Abschnitt 29

Ringe, Rollen und Widerlager

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Fig. 224: Schematische Darstellung eines Mauerbogens, der aus zwei übereinanderliegenden, im Verband gemauerten Ringen besteht.
Fig. 225: Schematische Darstellung eines gemauerten Bogens, der aus mehreren konzentrischen Rollen (Schalen) aufgebaut ist.

Diese Gewölbearten sind jedoch, besonders bei sehr schweren Lasten, nicht unbedenklich, da die Anzahl der Steine und damit das Maß des Setzens mit jedem äußeren Ring zunimmt. Da die äußeren Ringe auf den inneren aufliegen, können sie sich nicht ungehindert setzen und weisen daher eine geringere Spannung auf. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass dem innersten Ring die gesamte vorhandene Belastung zufällt. Um diesen genannten Übelständen zu begegnen, sollte in jedem Fall ein möglichst steifer, schwindfreier Zementmörtel verwendet werden. Wo es das äußere Erscheinungsbild zulässt, kann man die Anzahl der Wölbschichten auch dadurch angleichen, dass man deren Widerlager in unterschiedlichen Höhen ansetzen lässt () oder den Bogen durch Bindersteine aus Werkstein in einzelne Abschnitte unterteilt ().

Fig. 226: Schematische Detailzeichnung eines gemauerten Bogens, dessen einzelne Ringe auf unterschiedlichen Höhen ansetzen.
Fig. 227: Technische Zeichnung eines gemauerten Mauerbogens, der durch radiale Bindersteine aus Werkstücken unterteilt wird.

Da Wände in der Regel in waagerechten Schichten gemauert werden, müssen in allen Fällen, in denen die Bogenlinie nicht tangential in die senkrechten Laibungen übergeht (wie bei Flachbögen), die Steine der Widerlagerfläche schräg zugehauen werden (). Will man dies vermeiden, muss man für das Widerlager Werksteine verwenden ( und ), deren unteres Lager einige Zentimeter tiefer als die Kämpferlinie liegt, um spitzwinklige Ecken zu vermeiden.

Um die Spannweite der Bögen zu verringern und die Widerlager zu verstärken, verwendet man manchmal auskragende Widerlagersteine ( und ) oder kragt die einzelnen Mauerschichten bis zu einer bestimmten Höhe aus (). Im letzteren Fall müssen die der Bogenlinie vorgesetzten Steine behauen werden, weshalb diese Konstruktion nur bei verputzten Bauten anwendbar ist. Auch bei Mauerbögen, die sich auf dünne Pfeiler stützen, empfiehlt sich eine Auskragung durch waagerechte Mauerschichten () oder Werksteine (), um zu verhindern, dass das über den Bögen liegende Mauerwerk in einen spitzen Keil ausläuft (). Ein solcher Keil birgt die Gefahr, dass bei starker Belastung die beiden angrenzenden Bogenschenkel auseinandergeschoben werden.

Um die erhebliche Schwächung der Widerlagermauern zu verringern, die durch das tiefe Einschneiden starker Mauerbögen entsteht, kann man das Widerlager gestuft () ausführen.

Fig. 228: Technische Zeichnung eines schräg zugehauenen Widerlagers für einen gemauerten Flachbogen.
Fig. 229: Technische Zeichnung eines Bogenwiderlagers mit einem speziell geformten Werkstein zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken (Fig. 229).
Fig. 230: Konstruktionszeichnung eines gemauerten Flachbogens mit einem geteilten Widerlager aus Werksteinen zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken.
Fig. 231: Schematische Darstellung eines profilierten, vorgekragten Widerlagssteins (Kämpfersteins) an einem Ziegelbogen.
Fig. 232: Schematische Zeichnung eines vorgekragten Widerlagssteins zur Reduzierung der Spannweite eines Mauerbogens.
Fig. 233: Schematische Darstellung eines Mauerbogens mit einem durch auskragende horizontale Mauerschichten gebildeten Widerlager.
Fig. 234: Schematische Darstellung einer Auskragung durch horizontale Mauerschichten zur Unterstützung zweier aneinandergrenzender Mauerbögen über einem Pfeiler.
Fig. 235: Schematische Zeichnung einer Auskragung mittels eines Werkstücks bei zwei aneinandergrenzenden Mauerbögen auf einem Pfeiler (Fig. 235).
Fig. 236.: Schematische Zeichnung eines Mauerwerkdetails, bei dem zwei Bögen auf einem gemeinsamen Pfeiler aufeinandertreffen.
Fig. 237.: Schematische Zeichnung eines in Absätzen angelegten Widerlagers für einen Mauerbogen.

Datenansicht

Schematische Darstellung eines Mauerbogens, der aus zwei übereinanderliegenden, im Verband gemauerten Ringen besteht.

Fig. 224

Schematische Darstellung eines Mauerbogens, der aus zwei übereinanderliegenden, im Verband gemauerten Ringen besteht.

Schematische Darstellung eines gemauerten Bogens, der aus mehreren konzentrischen Rollen (Schalen) aufgebaut ist.

Fig. 225

Schematische Darstellung eines gemauerten Bogens, der aus mehreren konzentrischen Rollen (Schalen) aufgebaut ist.

Schematische Detailzeichnung eines gemauerten Bogens, dessen einzelne Ringe auf unterschiedlichen Höhen ansetzen.

Fig. 226

Schematische Detailzeichnung eines gemauerten Bogens, dessen einzelne Ringe auf unterschiedlichen Höhen ansetzen.

Technische Zeichnung eines gemauerten Mauerbogens, der durch radiale Bindersteine aus Werkstücken unterteilt wird.

Fig. 227

Technische Zeichnung eines gemauerten Mauerbogens, der durch radiale Bindersteine aus Werkstücken unterteilt wird.

Technische Zeichnung eines schräg zugehauenen Widerlagers für einen gemauerten Flachbogen.

Fig. 228

Technische Zeichnung eines schräg zugehauenen Widerlagers für einen gemauerten Flachbogen.

Technische Zeichnung eines Bogenwiderlagers mit einem speziell geformten Werkstein zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken (Fig. 229).

Fig. 229

Technische Zeichnung eines Bogenwiderlagers mit einem speziell geformten Werkstein zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken (Fig. 229).

Konstruktionszeichnung eines gemauerten Flachbogens mit einem geteilten Widerlager aus Werksteinen zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken.

Fig. 230

Konstruktionszeichnung eines gemauerten Flachbogens mit einem geteilten Widerlager aus Werksteinen zur Vermeidung spitzwinkliger Ecken.

Schematische Darstellung eines profilierten, vorgekragten Widerlagssteins (Kämpfersteins) an einem Ziegelbogen.

Fig. 231

Schematische Darstellung eines profilierten, vorgekragten Widerlagssteins (Kämpfersteins) an einem Ziegelbogen.

Schematische Zeichnung eines vorgekragten Widerlagssteins zur Reduzierung der Spannweite eines Mauerbogens.

Fig. 232

Schematische Zeichnung eines vorgekragten Widerlagssteins zur Reduzierung der Spannweite eines Mauerbogens.

Schematische Darstellung eines Mauerbogens mit einem durch auskragende horizontale Mauerschichten gebildeten Widerlager.

Fig. 233

Schematische Darstellung eines Mauerbogens mit einem durch auskragende horizontale Mauerschichten gebildeten Widerlager.

Schematische Darstellung einer Auskragung durch horizontale Mauerschichten zur Unterstützung zweier aneinandergrenzender Mauerbögen über einem Pfeiler.

Fig. 234

Schematische Darstellung einer Auskragung durch horizontale Mauerschichten zur Unterstützung zweier aneinandergrenzender Mauerbögen über einem Pfeiler.

Schematische Zeichnung einer Auskragung mittels eines Werkstücks bei zwei aneinandergrenzenden Mauerbögen auf einem Pfeiler (Fig. 235).

Fig. 235

Schematische Zeichnung einer Auskragung mittels eines Werkstücks bei zwei aneinandergrenzenden Mauerbögen auf einem Pfeiler (Fig. 235).

Schematische Zeichnung eines Mauerwerkdetails, bei dem zwei Bögen auf einem gemeinsamen Pfeiler aufeinandertreffen.

Fig. 236.

Schematische Zeichnung eines Mauerwerkdetails, bei dem zwei Bögen auf einem gemeinsamen Pfeiler aufeinandertreffen.

Schematische Zeichnung eines in Absätzen angelegten Widerlagers für einen Mauerbogen.

Fig. 237.

Schematische Zeichnung eines in Absätzen angelegten Widerlagers für einen Mauerbogen.