Abschnitt 12

Sich kreuzende Mauern

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c) Zwei Mauern kreuzen sich im rechten Winkel.

Sind beide Wände um eine gerade Anzahl halber Steine stark, binden die Läuferschichten (vgl. und ) durch.

Entspricht die Stärke der einen Mauer einer geraden, die der anderen einer ungeraden Anzahl an Steinbreiten, muss die durchgehende Schicht der erstgenannten Wand eine Läuferschicht sein (vgl. ).

Haben beide Mauern eine ungerade Anzahl an Steinbreiten zur Stärke, ist es gleichgültig, welche dieser Wände wechselseitig durchbindet (vgl. und ).

Fig. 58: Zwei Grundrisse zur Darstellung des Blockverbands an einer T-förmigen Mauerverbindung unter Verwendung von Riemchen.
Fig. 59: Technische Zeichnung der ersten und zweiten Steinschicht einer T-förmigen Mauerverbindung im Blockverband unter Verwendung von Riemchen.
Fig. 60: Perspektivische Aufriss-Darstellung eines Blockverbandes aus Ziegelsteinen unter Verwendung von Riemchen.
Fig. 61: Technische Zeichnung eines Grundrisses für einen Blockverband unter Verwendung von Riemchen (Fig. 61).

d) Zwei Mauern bilden eine spitz- oder stumpfwinklige Ecke.

In diesen Fällen ist ein normaler Verband nicht anwendbar, und die genannten Regeln lassen sich nicht mehr durchgehend einhalten. Hierbei ist auf Folgendes zu achten:

Fig. 62: Schematische Darstellung eines Mauerverbandes an einer Wandkreuzung in zwei Schichten.
Fig. 63: Technische Zeichnung der ersten und zweiten Schicht eines Mauerwerksverbands bei einer rechtwinkligen Kreuzung zweier Ziegelmauern.
Fig. 64: Zwei schematische Grundrisse (1. und 2. Schicht) einer rechtwinkligen Mauerkreuzung im Ziegelmauerwerk.
Fig. 65: Technische Zeichnung des Mauerverbands einer rechtwinkligen Mauerleitungskreuzung in zwei Schichten bei ungerader Steinbreite.
Fig. 66: Schematische Darstellung eines Mauerwerks-Kreuzungsverbandes im Blockverband unter Verwendung von Dreiquartiersteinen.
  1. Die äußere Läuferreihe einer Läuferschicht ist stets bis zur Ecke durchzuführen. Der Eckläufer muss entsprechend dem spitzen oder stumpfen Winkel der Ecke passend zugehauen werden.
  2. An der ausspringenden Mauerecke dürfen keine Fugen entstehen.
  3. Die Stoßfugen sind rechtwinklig zur Mauerflucht anzuordnen.
  4. Es sind so viele ganze Steine wie möglich zu verwenden.

Die bis zeigen eine Reihe von Beispielen. Aus ihnen ist ersichtlich, dass sich der Verband ändert, sobald der Winkel zwischen den Mauerfluchten kleiner oder größer wird.

Fig. 67.: Technische Zeichnung eines Eckverbands im Ziegelmauerwerk bei einer stumpfwinkligen Mauerecke.
Fig. 68.: Schematische Darstellung des Mauerverbands an einer stumpfwinkligen Mauerecke für verschiedene Schichten.
Fig. 69.: Perspektivische Zeichnung einer rechtwinkligen Mauerecke im Kreuzverband zur Demonstration der Schichtanordnung.
Fig. 70.: Technische Zeichnung des Grundrisses einer stumpfwinkeligen Mauerecke aus Ziegelsteinen.
Fig. 71.: Historische technische Zeichnung mit der Ansicht und dem Schnitt A-B eines Ziegelmauerwerk-Verbands.
Fig. 72.: Technische Zeichnung des Grundrisses eines komplexen Ziegelmauerverbands mit einer stumpfwinkligen Ecke und einer rechtwinkligen Wandeinbindung.
Fig. 73: Eine axonometrische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands an einer schiefwinkligen Ecke.
Fig. 74: Technische Zeichnung des Grundrisses eines Ziegelmauerverbands an zwei stumpfwinkligen Ecken.

e) Eine Innenmauer bindet im schiefen Winkel in eine Außenmauer ein ().

Dabei ist darauf zu achten, dass der Verband auf der Sichtfläche der Außenmauer nicht gestört wird, sich also Läufer und Binder in den Schichten regelmäßig abwechseln.

f) Zwei Mauern kreuzen sich im schiefen Winkel ().

Hierbei sind die unter c genannten Regeln unverändert anzuwenden.

Fig. 75: Technische Zeichnung zum Mauerverband einer unter schiefem Winkel einbindenden Innenmauer (1. und 2. Schicht).
Fig. 76: Schematische Darstellung des Mauerverbands (1. und 2. Schicht) bei zwei sich schiefwinklig durchkreuzenden Ziegelmauern.
Fig. 77: Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Wände in schiefen Winkeln.
Fig. 78: Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Aufeinandertreffen dreier Wände unter schiefen Winkeln.

g) Mehrere Mauern treffen in schiefen Winkeln aufeinander.

Es ist unerheblich, welche der Mauern einbindet. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass möglichst viele ganze Steine vermauert und kleinere Bruchstücke besonders an den Sichtflächen vermieden werden. Die Abbildungen bis zeigen, dass der gewählte Verband auch hier von den Winkeln abhängt, die die Mauerfluchten miteinander bilden.

Fig. 79: Schematische Darstellung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Mauern unter schiefen Winkeln.

Datenansicht

Zwei Grundrisse zur Darstellung des Blockverbands an einer T-förmigen Mauerverbindung unter Verwendung von Riemchen.

Fig. 58

Zwei Grundrisse zur Darstellung des Blockverbands an einer T-förmigen Mauerverbindung unter Verwendung von Riemchen.

Technische Zeichnung der ersten und zweiten Steinschicht einer T-förmigen Mauerverbindung im Blockverband unter Verwendung von Riemchen.

Fig. 59

Technische Zeichnung der ersten und zweiten Steinschicht einer T-förmigen Mauerverbindung im Blockverband unter Verwendung von Riemchen.

Perspektivische Aufriss-Darstellung eines Blockverbandes aus Ziegelsteinen unter Verwendung von Riemchen.

Fig. 60

Perspektivische Aufriss-Darstellung eines Blockverbandes aus Ziegelsteinen unter Verwendung von Riemchen.

Technische Zeichnung eines Grundrisses für einen Blockverband unter Verwendung von Riemchen (Fig. 61).

Fig. 61

Technische Zeichnung eines Grundrisses für einen Blockverband unter Verwendung von Riemchen (Fig. 61).

Schematische Darstellung eines Mauerverbandes an einer Wandkreuzung in zwei Schichten.

Fig. 62

Schematische Darstellung eines Mauerverbandes an einer Wandkreuzung in zwei Schichten.

Technische Zeichnung der ersten und zweiten Schicht eines Mauerwerksverbands bei einer rechtwinkligen Kreuzung zweier Ziegelmauern.

Fig. 63

Technische Zeichnung der ersten und zweiten Schicht eines Mauerwerksverbands bei einer rechtwinkligen Kreuzung zweier Ziegelmauern.

Zwei schematische Grundrisse (1. und 2. Schicht) einer rechtwinkligen Mauerkreuzung im Ziegelmauerwerk.

Fig. 64

Zwei schematische Grundrisse (1. und 2. Schicht) einer rechtwinkligen Mauerkreuzung im Ziegelmauerwerk.

Technische Zeichnung des Mauerverbands einer rechtwinkligen Mauerleitungskreuzung in zwei Schichten bei ungerader Steinbreite.

Fig. 65

Technische Zeichnung des Mauerverbands einer rechtwinkligen Mauerleitungskreuzung in zwei Schichten bei ungerader Steinbreite.

Schematische Darstellung eines Mauerwerks-Kreuzungsverbandes im Blockverband unter Verwendung von Dreiquartiersteinen.

Fig. 66

Schematische Darstellung eines Mauerwerks-Kreuzungsverbandes im Blockverband unter Verwendung von Dreiquartiersteinen.

Technische Zeichnung eines Eckverbands im Ziegelmauerwerk bei einer stumpfwinkligen Mauerecke.

Fig. 67.

Technische Zeichnung eines Eckverbands im Ziegelmauerwerk bei einer stumpfwinkligen Mauerecke.

Schematische Darstellung des Mauerverbands an einer stumpfwinkligen Mauerecke für verschiedene Schichten.

Fig. 68.

Schematische Darstellung des Mauerverbands an einer stumpfwinkligen Mauerecke für verschiedene Schichten.

Perspektivische Zeichnung einer rechtwinkligen Mauerecke im Kreuzverband zur Demonstration der Schichtanordnung.

Fig. 69.

Perspektivische Zeichnung einer rechtwinkligen Mauerecke im Kreuzverband zur Demonstration der Schichtanordnung.

Technische Zeichnung des Grundrisses einer stumpfwinkeligen Mauerecke aus Ziegelsteinen.

Fig. 70.

Technische Zeichnung des Grundrisses einer stumpfwinkeligen Mauerecke aus Ziegelsteinen.

Historische technische Zeichnung mit der Ansicht und dem Schnitt A-B eines Ziegelmauerwerk-Verbands.

Fig. 71.

Historische technische Zeichnung mit der Ansicht und dem Schnitt A-B eines Ziegelmauerwerk-Verbands.

Technische Zeichnung des Grundrisses eines komplexen Ziegelmauerverbands mit einer stumpfwinkligen Ecke und einer rechtwinkligen Wandeinbindung.

Fig. 72.

Technische Zeichnung des Grundrisses eines komplexen Ziegelmauerverbands mit einer stumpfwinkligen Ecke und einer rechtwinkligen Wandeinbindung.

Eine axonometrische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands an einer schiefwinkligen Ecke.

Fig. 73

Eine axonometrische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands an einer schiefwinkligen Ecke.

Technische Zeichnung des Grundrisses eines Ziegelmauerverbands an zwei stumpfwinkligen Ecken.

Fig. 74

Technische Zeichnung des Grundrisses eines Ziegelmauerverbands an zwei stumpfwinkligen Ecken.

Technische Zeichnung zum Mauerverband einer unter schiefem Winkel einbindenden Innenmauer (1. und 2. Schicht).

Fig. 75

Technische Zeichnung zum Mauerverband einer unter schiefem Winkel einbindenden Innenmauer (1. und 2. Schicht).

Schematische Darstellung des Mauerverbands (1. und 2. Schicht) bei zwei sich schiefwinklig durchkreuzenden Ziegelmauern.

Fig. 76

Schematische Darstellung des Mauerverbands (1. und 2. Schicht) bei zwei sich schiefwinklig durchkreuzenden Ziegelmauern.

Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Wände in schiefen Winkeln.

Fig. 77

Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Wände in schiefen Winkeln.

Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Aufeinandertreffen dreier Wände unter schiefen Winkeln.

Fig. 78

Technische Zeichnung eines Ziegelmauerverbands beim Aufeinandertreffen dreier Wände unter schiefen Winkeln.

Schematische Darstellung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Mauern unter schiefen Winkeln.

Fig. 79

Schematische Darstellung eines Ziegelmauerverbands beim Zusammentreffen dreier Mauern unter schiefen Winkeln.

Technische Zeichnung eines komplexen Mauerverbands, bei dem mehrere Mauern unter schiefen und rechten Winkeln zusammentreffen (Darstellung der 1. und 2. Schicht).

Fig. 80

Technische Zeichnung eines komplexen Mauerverbands, bei dem mehrere Mauern unter schiefen und rechten Winkeln zusammentreffen (Darstellung der 1. und 2. Schicht).