Mauern mit umspringenden Luft-Isolierschichten1 werden häufig im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin ausgeführt. Ihre Konstruktion weicht vom Standard dadurch ab, dass der Hohlraum kein durchgehender, vertikaler Schlitz ist. Er ist stattdessen in einzelne Hohlräume unterteilt, die in aufeinanderfolgenden Schichten um jeweils $\frac{1}{4}$ Stein versetzt angeordnet sind. Vorteile dieser Bauweise sind die leichte Reinigung der Hohlräume von Mörtelresten und der verbesserte Mauerverband. Als Nachteil ist anzusehen, dass die Feuchtigkeitsübertragung von außen nach innen nicht mehr auf wenige Ankersteine beschränkt ist, sondern über die gesamte Länge der Mauerschichten erfolgen kann. Eine Belüftung der Hohlräume mit Außen- oder Innenluft ist hierbei nicht möglich, weshalb diese Konstruktionsweise als äußerst bedenklich erscheint.
Footnotes
- Mitgeteilt durch Müschen, Deutsche Bauzeitung 1884, Seite 375. ↩



