Sie wird meist in drei Größen ausgeführt. Die Sägescheiben haben je nach Größe 50, 70 beziehungsweise 90 cm bis 1 m Durchmesser. Die Schnitthöhe ist für die erste Größe mit 10 cm, für die zweite mit 20 cm und für die dritte Größe mit 40 cm anzunehmen. Die Drehzahl erfordert in der Regel kein Vorgelege und beträgt bei der ersten 400 bis 450, bei der zweiten 400 und bei der dritten Größe 350 bis 400 Umdrehungen pro Minute. Der Tisch sollte verstellbar sein, um in verschiedenen Winkeln schneiden zu können. Führungen werden den Sägen gewöhnlich nicht beigefügt; sie werden von Fall zu Fall dem Zweck entsprechend meist vom Arbeiter selbst angebracht. Die Bandsäge eignet sich zum Zerschneiden meist harter Hölzer in geraden und krummen Schnitten. Sie hat einen feinen Schnitt, arbeitet aber bei starkem Holz langsamer als die Kreissäge. Die Bandsäge ist in Werkstätten, in denen nicht nur billiges Holz in geringer Menge mit geraden Flächen zugeschnitten wird, der Kreissäge vorzuziehen. Sie macht jedoch dort, wo Bretter häufig der Länge nach geschnitten werden, die Kreissäge nicht entbehrlich. Der Kraftbedarf richtet sich auch hier nach der Schnittfläche in einer bestimmten Zeit und wird im Mittel für die erste Größe mit 1/2 Pferdekraft, für die zweite mit 1 Pferdekraft und für die dritte mit 2 bis 3 Pferdekräften angenommen.
, , zeigt eine Bandsäge der Erfurter Werkzeugmaschinenfabrik Gustav Prinz GmbH (Spezialfabrik für Holzbearbeitungsmaschinen). Ein kräftiger Hohlfußständer trägt die Lagerung der beiden Sägewellen, von denen die obere so angeordnet ist, dass sie durch Hebel und Gegengewicht stets die zum Arbeiten nötige Spannung auf das Sägeblatt überträgt. Um den richtigen Lauf des Blattes nach der Schränkung zu erhalten, ist die obere Welle zur unteren durch ein angebrachtes Handrad in eine geneigte Lage zu bringen. Das Sägeblatt selbst läuft in drei Führungen, von denen die obere der jeweiligen Schnittlänge entsprechend einzustellen ist. Der Tisch ist so konstruiert, dass er auf eine Neigung von 30 Grad verstellt werden kann. Die Bandsägerollen sind aus Stahlguss, beide genau ausbalanciert und mit Gummibandagen überzogen. Ein Schutzdach und eine Bürste zum Abhalten der Sägespäne sowie ein Ausrücker mit Bremse und die nötigen Schutzvorrichtungen sind an der Maschine angebracht.
Tafel taf-20 (noch nicht verfügbar)
Die genannte Fabrik liefert auch Bandsägen mit Fräsmaschinen, Bandsägen mit Bohrmaschinen sowie eine Universal-Tischlereimaschine, die aus Bandsäge, Fräsmaschine, Kreissäge, Langlochbohrmaschine, Dekoupiersäge und Vertikalbohrmaschine besteht.
Eine sehr gute Bandsäge ist die in , , dargestellte Bandsäge mit Holzrollen und Ringschmierlagern aus der Holzbearbeitungs-Maschinenfabrik von F. W. Hofmann in Breslau, Berliner Chaussee 53 bis 63 (D. R. G. M. 96118). An der unteren Welle besitzt diese Bandsäge ein mit bestem Weißmetall ausgegossenes Ringschmierlager von über 12 Kaliber Länge. Diese außerordentlich lange Lauffläche reduziert den Flächendruck im Lager auf das Geringste, sodass sich selbst nach Jahren eine Abnutzung kaum bemerkbar macht. Dabei steht die gesamte Lauffläche fortwährend unter Öl, denn das Lager ist als Ringschmierlager gebaut.
, , zeigt eine Bandsäge mit leichter Holzrolle, D. R. G. M. 96118, und Ringschmierlagern der Firma F. W. Hofmann in Breslau, Berliner Chaussee. Bei den bisherigen Konstruktionen der Bandsägen kam es vielfach vor, dass die Sägeblätter mitten im Betrieb rissen. Wenn bei einer Geschwindigkeit des Sägeblattes von etwa 1200 m in der Minute beim Durchschneiden von Ästen usw. plötzlich eine Verzögerung dieser Geschwindigkeit eintritt, so drängt die obere Rolle mit ihrer alten vollen Geschwindigkeit vermöge ihres Eigengewichts nach vorn und übt so auf die vordere Hälfte des Sägeblattes einen plötzlichen Stoß, auf die hintere dagegen einen zwar nur einen Augenblick dauernden, aber sehr gewaltigen und meist weit unterschätzten Zug aus. Dieser Umstand verursacht meist ein Reißen des Sägeblattes. Der Wert des D. R. G. M. 96118 besteht nun darin, dass dieser Stoß auf ein unschädliches Minimum herabgedrückt ist, und zwar durch die denkbar größte Verringerung des Eigengewichts der oberen Bandsägerolle. Die Ausführung derselben aus Stahlguss oder mit Drahtspeichen bedeutet schon einen Fortschritt in dieser Richtung; bei Weitem übertroffen wird sie jedoch durch die völlig aus Holz hergestellte Rolle, D. R. G. M. 96118. Der Kranz wird aus ganz trockenen Pappelholzsegmenten in 6 bis 7 Schichten verleimt und verschraubt. Da Pappelholz nicht nur das leichteste, sondern auch ein absolut totes Holz ist, kann bei dieser eigenartigen Zusammenfügung ein Verziehen oder Werfen des Kranzes nicht eintreten. Die Speichen sind zweireihig angeordnet nach Art von Fahrradspeichen; sie bestehen aus nur 7 bis 8 mm starken Stäben aus festem Eschenholz und sind infolge der verhältnismäßig großen Nabenlänge gut geeignet, den Seitendruck des Sägeblattes sicher auszuhalten. Eine so hergestellte Rolle wiegt nur ein Fünftel einer gleichen, in Eisen ausgeführten Rolle.
, , zeigt einen fahrbaren Petroleummotor „Gnom“ mit aufmontierter Bandsäge der Motorenfabrik Oberursel, A.-G. in Oberursel bei Frankfurt a. M. (Filiale in Berlin O., Andreasstraße 64). Die Konstruktion dieser Maschine ist sehr einfach, sodass man in einigen Tagen vollständig mit der Einrichtung und Inbetriebsetzung vertraut werden kann.
Als Vorzüge gegenüber der Dampflokomobile sind hervorzuheben: 1. die leichte und schnelle Inbetriebsetzung, 2. der günstige Betrieb, 3. die Gefahrlosigkeit, 4. es wird kein geprüfter Heizer benötigt und eine Kontrolle beziehungsweise Kesselrevision seitens der Gewerbeinspektion ist nicht zu erwarten, 5. die Kohlen- und Wasserfuhren fallen weg, 6. ein Einfrieren der Hähne und Wasserrohre ist ausgeschlossen und ein Durchbrennen der Roststäbe, des Essenkopfes usw. nicht zu befürchten.
Außer Bandsägen lassen sich auch Drehbänke, andere Holzbearbeitungsmaschinen, Schleifsteine, Dreschmaschinen usw. mit dem Motor betreiben.
Bandsäge mit Fräsvorrichtung. Ein großer Übelstand, der der Bandsäge bisher anhaftete, ist das leichte Reißen der Sägeblätter. Das Löten der Sägeblätter erfordert jedoch, ganz abgesehen vom Zeitverlust, einen geschickten Arbeiter; zudem wird das Blatt nach jedem Löten kürzer, sodass die Verstellbarkeit der oberen Rolle schließlich nicht mehr ausreicht, um das Blatt vollständig auszunutzen.
Zur Vermeidung dieser Übelstände sind an der Bandsäge der Maschinenfabrik Jänicke & Co. in Berlin SW., , , bemerkenswerte Neuerungen angebracht. Der gesamte obere Teil der Säge ist hier in einer nachstellbaren Prismaführung gelagert und mittels Handrads in weiten Grenzen höhenverstellbar. Zur Rückführung des Blattes ist eine konische Rolle angeordnet, die durch eine schräge Stellung stets einen anderen Punkt des Umfangs (der Peripherie) zum Anlauf bringt und somit das Einschneiden des Sägeblattes verhindert. Auch in ihrer sonstigen Ausführung ist die Bandsäge mit sehr praktischen Vorrichtungen ausgestattet, die sich im Betrieb bestens bewährt haben. Außerdem ist sie mit einer Fräsvorrichtung versehen. Die Lagerung der Frässpindel ist sorgfältig in doppelten, nachstellbaren Rotgussbuchsen ausgeführt. Die Spindel selbst ist für auswechselbare Dorne eingerichtet, vertikal leicht einstellbar und durch eine Klemmschraube (Bremsschraube) festzustellen. Der Tisch der Maschine ist den Anforderungen entsprechend groß dimensioniert, um bis zu 30° schräg verstellbar und für die Frässpindel mit Einlegeringen versehen. (Technische Rundschau.)







