Eine Mischung aus Kalkmörtel und Lehmmörtel wird Sparkalk genannt; dieser findet nur bei untergeordneten Bauten Verwendung und ist bei größeren sowie städtischen Gebäuden meist polizeilich verboten.
Lehmmörtel eignet sich auch für Fußböden (Estriche), besonders für Scheunentennen, indem man Strohlehm mit Teergalle oder Rinderblut (1 Eimer auf etwa 5 qm) tränkt, mit Hammerschlag mischt, 40 bis 50 cm hoch aufschüttet, einebnet, gut einstampft und die entstehenden Risse zuschlägt. Diese Lehmestriche werden sehr hart und zäh, widerstehen der Nässe und sind dabei sehr fest.
Lehmpisé . Lehmmörtel kann auch zweckmäßig für Stampfmauerwerk verwendet werden. Man stellt eine Form aus starken Bohlen auf, die durch Querriegel in ihrer Lage gehalten werden. Zwischen die Bohlen wird die mit Kies vermengte, breiartige Lehmmasse eingebracht und eingestampft. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit von unten her sind die Fundamente dieser Lehmstampfmauern mit Asphalt abzudecken, und zum Schutz gegen Schlagregen ist auf den Lehmmauern ein Verputz oder eine Verkleidung mit Ziegelsteinen, Dachpappe usw. anzubringen. Letztere wird auf einzelnen eingelegten Holzdübeln befestigt.
Lehmsirupmörtel besteht aus Lehm oder Ton und Zuckerrübensirup (Melasse) und eignet sich für Feuerungsanlagen sowie zum Umhüllen von Dampfleitungsrohren und dergleichen.