Abschnitt 145

c) Beschlagen und Beschneiden (Zersägen) des Holzes

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Der gefällte Stamm wird zunächst rechtwinklig zur Achse an beiden Enden abgesägt; dann erhält er durch Beschlagen oder Beschneiden die passende Form. Das Beschlagen mit der Axt ergibt keine sauberen Flächen und wird wegen der großen Holzverschwendung nur noch selten ausgeführt und durch das billigere Beschneiden mittels Sägen oder Sägemaschinen ersetzt.

Beim Sägen aus freier Hand benutzt man die nur beim Niedergang schneidende Schrotsäge mit zwei Handgriffen für zwei Arbeiter. Der Stamm wird entweder über eine Sägegrube gelegt oder befindet sich auf einem Holzgerüst; Letzteres ist weniger zweckmäßig, da der Stamm erst auf das Holzgerüst hinaufgehoben werden muss.

Bedeutend leistungsfähiger sind die Sägemaschinen. Diese unterteilen sich in:

  1. Gattersägen oder Rahmensägen,
  2. Bandsägemaschinen,
  3. Kreissägen (rotierende Sägen),
  4. Dekoupier- oder Schweifsägen.

1. Die Gattersägen oder Rahmensägen sind viereckige Holz- oder Eisenrahmen mit darin befestigten Sägeblättern. Man unterscheidet zwischen Vertikal- und Horizontalgattern. Das Bund- oder Vollgatter enthält bis zu 18 verstellbare Sägeblätter. Der Sägeblock ruht auf einem Blockwagen, der gegen die Säge vorgeschoben wird.

, , zeigt ein Horizontalgatter mit periodischem Wagenvorschub (D. R. P. Nr. 36232, 37458, 41950 und 46390) der Maschinenfabrik von A. Goede in Berlin N., Chausseestraße 32. Dieses Gatter ist vorteilhaft, wenn hauptsächlich nur mit einem Sägeblatt geschnitten werden soll, um mit geringstem Kraftverbrauch größte Leistung zu erzielen. Zur Erhöhung der Leistung kann aber auch der Sägerahmen zum Einspannen von zwei Sägeblättern eingerichtet werden. Für alle mechanischen Bewegungen des Gatters mit Hebung der Gatterplatte sowie Vor- und Rücklauf des Wagens ist nur ein Antriebsriemen erforderlich, und von einem Standpunkt auf der Bedienungsseite aus werden alle Einrückungen und Einstellungen vollzogen. Durch die Vervollkommnung der Holzzuführung, bei welcher dem Wagen bis zu 2,5 m Vorschub in einer Minute gegeben werden, ist auch dem Horizontalgatter der Weg zur allgemeinen Einführung geebnet, weil mit geringer Betriebskraft alle Sägearbeiten lohnend damit auszuführen sind.

Tafel taf-19 (noch nicht verfügbar)

Taf. 19. Fig. 177–187.
Fig. 177: Zwei historische Dämpfapparate der Firma G. Wittmer aus Ettlingen zur thermischen Behandlung von Bauholz.
Fig. 178: Eine historische Grafik, die eine Holzüberblattung von drei parallel gefügten Brettern darstellt.
Fig. 179: Technische Zeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen im Querschnitt.
Fig. 180: Querschnittzeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen und Aufschüttung (Fig. 180).
Fig. 181: Perspektivische Darstellung eines wellenartig profilierten Bauelements (Wellholz- oder Wellblech-Prinzip).
Fig. 182: Technische Zeichnung einer Lehrbogenkonstruktion aus Holzsegmenten zur Unterstützung von Gewölben.
Fig. 183: Historische Darstellung eines mechanischen Horizontalgatters zum präzisen Zersägen von Baumstämmen aus dem späten 19. Jahrhundert.
Fig. 184: Historische technische Zeichnung einer Horizontal-Furniersägemaschine (Fig. 184) mit Riemenantrieb und Walzenvorschub.
Fig. 185: Technische Zeichnung einer Spann- und Zentriervorrichtung für zwei Baumstämme auf einem Sägewagen.
Fig. 186: Eine historische Darstellung einer mechanischen Rundholz-Schälmaschine der Firma A. Goede aus Berlin (Fig. 186).
Fig. 187: Historische Darstellung einer Bandsägemaschine (Fig. 187) zur mechanischen Holzbearbeitung.

, , zeigt ein Horizontalgatter mit periodischem Walzenvorschub (D. R. P. Nr. 36232, 37458, 41950 und 46390) der Maschinenfabrik von A. Goede in Berlin N., Chausseestraße 32. Das aufzuschneidende Holz bedarf keiner zeitraubenden Einspannung; es wird von den Vorschubwalzen und den oberen Druckwalzen sicher gehalten, der Säge stetig zugeführt und nach dem Schnitt weitertransportiert. Dabei wird den angetriebenen Walzen der patentierte Vorschub übermittelt, wodurch das Holz stets im genauen Verhältnis zur Sägegeschwindigkeit für den besten Schnitt vorgeschoben wird. Alle Einstellungen und Ausrückungen des Gatters sind auf der Bedienungsseite leicht erreichbar angeordnet.

In , , ist ein Vollgatter mit Walzenvorschub und unterem Antrieb (D. R. P. Nr. 78284 und 83261) der Maschinenfabrik von A. Goede, Berlin N., Chausseestraße 32 dargestellt. Die Vorteile des Vollgatters im Vergleich zu anderen Sägemaschinen liegen in der gleichzeitigen Verwendung einer größeren Anzahl von Sägeblättern, um den zu schneidenden Block in einem einzigen Durchgang in die gewünschten Bretter oder Bohlen zerlegen zu können. Die Sägeblätter werden hierzu in entsprechenden Abständen in den Sägerahmen eingespannt, der aus bestem Material für höchsten Widerstand möglichst leicht gebaut ist, um eine hohe Sägegeschwindigkeit zu ermöglichen. Die Zuführung des Holzes zu den Sägen erfolgt bei Normalausführungen nur über die unteren angetriebenen Zahnwalzen, auf denen der Stamm durch die oberen Druckwalzen niedergehalten wird; je nach Anforderung werden auch die oberen Walzen mit Antrieb ausgestattet.

Gattersägen verschiedener Form, wie Blockgattersägen zum Querschneiden, Horizontalgatter, Vertikal-Trenngatter mit Walzenvorschub, Walzen-Vollgatter usw., werden auch von der Maschinenfabrik C. Blumwe & Sohn, Akt.-Ges. in Bromberg-Prinzenthal, in sachgemäßer und solider Ausführung hergestellt.

Die Blockbefestigung für Horizontalgatter von Ed. Müller, Dampfsägewerk in Neustadt i. Meckl., macht die seitlich wirkenden Parierrollen überflüssig, die zur Vermeidung von Betriebsstörungen infolge ungleichmäßigen Anziehens der Spindeln unterhalb des Wagens angeordnet sind. Die Spannvorrichtung läuft nach , , in zwei ⊏-Eisen, in denen drei gusseiserne Kolben k horizontal leicht verschiebbar eingesetzt sind. In diesen Kolben k haben die Blockhaken ihren Sitz und ihre Führung. Die beiden außen liegenden Kolben sind je mit vier Löchern versehen. In das eine von ihnen greift die lose aufliegende schmiedeeiserne Zahnstange z ein, in das andere der in Pfeilrichtung umlegbare Handhebel h.

Reicht in einem Fall die gerade eingestellte Spannung nicht aus, so hakt man die Zahnstange nach Bedarf in das nächste der vier Löcher des betreffenden Kolbens um. Mit der neuen Befestigung können schnell und nur durch einfachen Hebeldruck von einer Seite aus je nach Wunsch ein oder zwei Blöcke nebeneinander eingespannt werden, während bisher eine Bedienung der Befestigungsvorrichtung von beiden Seiten des Wagens erforderlich war.

Die Maschinenfabrik C. Blumwe & Sohn, Akt.-Ges. in Bromberg-Prinzenthal, stellt Schutzvorrichtungen für Gattersägen her, die von der Norddeutschen Holz-Berufsgenossenschaft als Standard (Normalien) angenommen und vom Reichsversicherungsamt als am zweckmäßigsten anerkannt wurden. Dies sind: 1. Ein Paar eiserne Fangbügel, die bei einem eventuellen Bruch eines Kurbelzapfens das gefährliche Umherschleudern der Lenkerstangen verhüten. 2. Ein Schutzblech, um die Hände des Arbeiters vor Verletzungen durch die Lenkerstange zu schützen. 3. Eiserne Sicherheitsstifte, die das Herabfallen der Vorschubwalzen verhindern, um den darunter arbeitenden Arbeiter vor Quetschungen zu schützen. 4. Gefahrlose Schmiervorrichtungen.

Datenansicht

Zwei historische Dämpfapparate der Firma G. Wittmer aus Ettlingen zur thermischen Behandlung von Bauholz.

Fig. 177

Zwei historische Dämpfapparate der Firma G. Wittmer aus Ettlingen zur thermischen Behandlung von Bauholz.

Eine historische Grafik, die eine Holzüberblattung von drei parallel gefügten Brettern darstellt.

Fig. 178

Eine historische Grafik, die eine Holzüberblattung von drei parallel gefügten Brettern darstellt.

Technische Zeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen im Querschnitt.

Fig. 179

Technische Zeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen im Querschnitt.

Querschnittzeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen und Aufschüttung (Fig. 180).

Fig. 180

Querschnittzeichnung einer Deckenkonstruktion mit Volldielen und Aufschüttung (Fig. 180).

Perspektivische Darstellung eines wellenartig profilierten Bauelements (Wellholz- oder Wellblech-Prinzip).

Fig. 181

Perspektivische Darstellung eines wellenartig profilierten Bauelements (Wellholz- oder Wellblech-Prinzip).

Technische Zeichnung einer Lehrbogenkonstruktion aus Holzsegmenten zur Unterstützung von Gewölben.

Fig. 182

Technische Zeichnung einer Lehrbogenkonstruktion aus Holzsegmenten zur Unterstützung von Gewölben.

Historische Darstellung eines mechanischen Horizontalgatters zum präzisen Zersägen von Baumstämmen aus dem späten 19. Jahrhundert.

Fig. 183

Historische Darstellung eines mechanischen Horizontalgatters zum präzisen Zersägen von Baumstämmen aus dem späten 19. Jahrhundert.

Historische technische Zeichnung einer Horizontal-Furniersägemaschine (Fig. 184) mit Riemenantrieb und Walzenvorschub.

Fig. 184

Historische technische Zeichnung einer Horizontal-Furniersägemaschine (Fig. 184) mit Riemenantrieb und Walzenvorschub.

Technische Zeichnung einer Spann- und Zentriervorrichtung für zwei Baumstämme auf einem Sägewagen.

Fig. 185

Technische Zeichnung einer Spann- und Zentriervorrichtung für zwei Baumstämme auf einem Sägewagen.

Eine historische Darstellung einer mechanischen Rundholz-Schälmaschine der Firma A. Goede aus Berlin (Fig. 186).

Fig. 186

Eine historische Darstellung einer mechanischen Rundholz-Schälmaschine der Firma A. Goede aus Berlin (Fig. 186).

Historische Darstellung einer Bandsägemaschine (Fig. 187) zur mechanischen Holzbearbeitung.

Fig. 187

Historische Darstellung einer Bandsägemaschine (Fig. 187) zur mechanischen Holzbearbeitung.