Weidenholz ist wenig dauerhaft und eignet sich nicht als Bauholz; auch als Brennholz hat die Weide wenig Wert und eignet sich im Bauwesen hauptsächlich nur zur Herstellung von Faschinen und zur Befestigung von Ufern. auch Schotendorn genannt (Robinia pseudoacacia), stammt aus Nordamerika, wächst schnell, erlangt in 40 Jahren eine Stammhöhe von 15 bis 18 m bei 60 cm Durchmesser. Das Holz von ausgewachsenen Akazien ist hart, schwer (1 m³ wiegt 710 kg, spez. Gewicht = 0,71 bis 0,8), fest und dauerhaft, hält in allem Wetter gut aus, ist weder der Fäulnis noch dem Wurm unterworfen, nach dem Austrocknen ziemlich hart, schwer zu bearbeiten, schön gelb, zuweilen ins Grünliche spielend, atlasartig glänzend, nach dem Kern hin dunkler gestreift, mit feinen purpurroten Adern durchzogen; zwar ziemlich großporig, aber doch feinkörnig; lässt sich daher gut polieren und beizen, reißt aber leicht auf. Das Kernholz ist ausgezeichnet durch Festigkeit, Elastizität, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis. Es schwindet nur in geringem Grade und eignet sich für Speichen, Radkämme, Hammerstiele, Rebpfähle usw. Die Akazie liefert ein sehr gutes Grubenholz, welches sich durch Festigkeit vor allen anderen Hölzern auszeichnet. Bei einem Alter von 20 bis 30 Jahren ist das Holz gut als Brennstoff zu verwenden. Seine Heizkraft verhält sich zu jener des Buchenholzes wie $7\frac{1}{2}$ zu 10. In Europa dient es meist nur zu Möbelarbeiten, in Amerika dagegen auch zum Schiffbau, neuerdings besonders zu Schiffsnägeln. Auch als gelbes Färbeholz ist es verwendbar. Wenn man es mit einer Auflösung von Gummigutti in Wasser tränkt, erhält es eine dunkelzitronengelbe Farbe mit vielem Glanz.
Abschnitt 114
10. Die Weide
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