Abschnitt 214

g) Gipsguss

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Geringeren Ansprüchen an Aussehen und Haltbarkeit genügt der einfache Gipsguss, der für die Herstellung von Verzierungen an den oberen Wandbereichen und Decken fast ausschließlich genutzt wird. Gipsguss wird heute vielfach mit Rohrgewebeeinlagen versehen.

  1. Gipswände mit Rohrgewebeeinlagen von Baumeister Swiecicki in Bromberg. Die Gussmasse besteht aus 1 Teil Stuckgips , 3 Teilen Estrichgips , 2 Teilen Kohlengrus und 2 Teilen Korkmehl.
  2. Gussmassen: 30 Teile Gipsbrei und 15 Teile Papierbrei (auf 8 l Wasser 1 kg Leim); dies eignet sich nur für sehr dünne, leicht austrocknende Gegenstände. Für dünnere Gegenstände eignet sich eine Mischung aus: 30 Teilen Gips, 10 Teilen Papier und 5 Teilen Schiefermehl oder Kreide. Für mittlere Gegenstände eine Mischung aus: 30 Teilen Gips, 5 Teilen Papier, 10 Teilen Schiefermehl oder Kreide. Für stärkere Gegenstände: 40 Teile Gips und 5 Teile Papier.

Der Papierbrei wird hergestellt, indem man Seidenpapier oder ungeleimtes Druckpapier in kleine Stücke zerreißt, in heißem Wasser einweicht und mit einem Holzscheit zerstampft, bis er ganz fein zerteilt ist. (Neueste Erfindungen und Erfahrungen 1891.)

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