Abschnitt 30

Glimmerschiefer

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Glimmerschiefer ist ein Gemenge aus Quarz und Glimmer in abwechselnden Schichten und schiefriger Ablagerung. Seine Farbe richtet sich nach der des vorherrschenden Glimmers und ist bald silberweiß, bald gelb, braun oder grün mit lebhaftem Glanz; der weniger hervortretende Quarz hat gewöhnlich eine grauweiße Farbe und feinkörnige Textur. Durch Lagen von Feldspat geht der Glimmerschiefer in Gneis über. Nimmt der Gehalt an Quarz überhand, so entsteht Quarzschiefer. Das spezifische Gewicht liegt im Mittel bei 2,7. Die Druckfestigkeit auf 1 cm² beträgt im Mittel 910 kg. Die Wetterbeständigkeit ist nur gering, wenn er viel Schwefelkies enthält und einen grobblättrigen Bruch aufweist; dagegen ist sie bei quarzreichem Glimmerschiefer sehr gut.

Glimmerschiefer besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Feuereinwirkung und wird deshalb für Feuerungsanlagen, zur Konstruktion des Schmelzraums von Eisenschmelzöfen (als sogenanntes „Gestell“), für amerikanische Öfen usw. verwendet. Glimmerschiefer lässt sich leicht in dünne Tafeln spalten, die für Dachdeckungen, Fußbodenbeläge usw. Verwendung finden. Der quarzreiche, dicksandige Glimmerschiefer wird für Bruchsteine, Straßenbausteine, Trottoirplatten, Fußbodenplatten usw. benutzt.

Tonglimmerschiefer (Urtonschiefer, Phyllit) ist ein schiefriges, spaltbares oder feinkörniges Gemenge aus Glimmer mit Quarz, Chlorit und Feldspat. Er wird für Fußbodenplatten, Dachdeckungen, Tischplatten, Billardplatten, Kamineinfassungen usw. verwendet.

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