Bei den Gipstrockenstuck-Arten ist noch der Holzgips-Trockenstuck von Adler in Leipzig-Eutritzsch zu erwähnen, der aus Gips, Papiermasse und Holzstoff besteht.
Als Ersatz für Gipsstuck dient die sogenannte Steinpappe (Carton pierre), die aus einer Mischung von aufgeweichtem Papier, Ton, Schlämmkreide und Leimwasser oder Leinöl hergestellt wird. Die so entstehende weiche, knetbare Masse wird in Gipsformen gepresst.
Ein weiterer Ersatz für Gipsstuck ist Pappmaché, das aus Papierbrei und Gips oder Kreide angerührt und in Formen gepresst wird.
Tripolith von B. v. Schenk in Heidelberg ist eine Mischung aus Gips, Kalk, Magnesiumkarbonat, Sand, Calciumsulfat (Anhydrit/Selenit) und Eisenoxiden. Diese Bestandteile werden gemahlen, mit einem Zehntel ihres Gewichts an Kohle oder Koks mäßig gebrannt, gemischt, schnell abgekühlt und dann mit Wasser angerührt. Nach dem Trocknen bilden sie eine feste graue Masse. Gemahlen fühlt sich Tripolith feiner und weicher als Gips an und besitzt dasselbe spezifische Gewicht. In seinen Eigenschaften soll er eine Zwischenstellung zwischen Zement und Gips einnehmen. Er eignet sich für Stuckarbeiten, Wandbekleidungen, Estriche, feuerfeste Decken, Abdichtungen usw.
Für Abgüsse und Stuckgegenstände verwendet man eine Mischung aus 3 Teilen Tripolith und 1 Teil feinem Sand. Für verschiedene bauliche Zwecke eignen sich folgende Mischungen:
- 1 Teil Tripolith, 1 Teil feiner Sand;
- 1 Teil Tripolith, 1 Teil feiner Sand und 1 Teil Kalk;
- 1 Teil Tripolith, 2 Teile grober, gewaschener Flusssand;
- 1 Teil Tripolith, 1 Teil Kalk.
Gegenüber Wasser ist Tripolith nicht dichter als Gips, und seine oft gelobte schnelle Erhärtung variiert stark je nach Verarbeitung und Wassermenge. Tripolith erhärtet nur dann schnell, wenn das Wasser in einem ganz bestimmten Verhältnis beigemischt wird. Verwendet man etwas zu viel Wasser, kann das Erhärten stundenlang dauern; nimmt man zu wenig Wasser, erstarrt die Masse zu schnell.