Abschnitt 330

Uralith

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Uralith ist ein feuerfestes Asbestmaterial, das sich in der Hitze weder dehnt noch verzieht. Auch bei Feuchtigkeit verändert es sich nicht. Uralith lässt sich wie Holz schneiden, sägen, nageln und kleben, ferner lässt es sich nieten und wie Metall löten. Uralith ist ein schlechter Leiter für Wärme, Elektrizität und Schall, ist unempfindlich gegen Säure, Frost, kaltes und siedendes Wasser. Uralith wiegt etwa doppelt so viel wie Eichenholz und dient als Ersatz für Holz bei Dachverkleidungen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen, sobald Feuersicherheit und Witterungsbeständigkeit gefordert sind, also z. B. bei Baracken, Schiffskajüten, Theaterdekorationen, Fenstern und Türen. Einen Ersatz für Eisen und Stein bildet es bei Dächern, Schornsteinen, Schutzverkleidungen gegen Hitze, Trockenkammern u. s. w. Namentlich für Zwecke der Dachdeckung hat das Uralith in Russland große Bedeutung gewonnen.

Zur Herstellung von Uralith wird Asbest (das faserige Zersetzungsprodukt der Hornblende) zerkleinert, mit verschiedenen Mineralien gemischt, gepresst, getrocknet, mit Klebstoff und mineralischer Farbe getränkt, sodann mit hydraulischen Pressen geformt, getrocknet und endlich mit Schneidwerkzeugen bearbeitet. Der Asbest kommt im Ural besonders häufig vor; einige der Hauptlager befinden sich im Besitz der Gesellschaft Uralith .

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