Abschnitt 105

1. Die Eiche

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Vorkommen: in fast ganz Europa bis zum 55. Grad nördlicher Breite, hauptsächlich in Niederungen und im Hügelland.

Abarten: Pyramideneiche und Trauereiche.

Die Rinde der Eiche ist reich an Gerbsäure und wird zum Gerben benutzt.

b) Wintereiche, Stein- oder Traubeneiche (Quercus sessiliflora). Der vorigen sehr ähnlich, nur kleiner und knorriger; die fast ungestielten Blätter sitzen ebenso wie die mehr rundlichen Eicheln fast unmittelbar an den Zweigen. Das Holz, besonders das Kernholz, rötlichbraun gefärbt, erhält nach seiner Verarbeitung an der Luft allmählich eine graue, fast schwärzliche Färbung; es ist fester, schwerer spaltbar und noch mehr gemasert als das Holz der Sommereiche, auch schwerer zu bearbeiten als dieses. Der Porenring ist gegen das Spätholz viel weniger scharf abgegrenzt als bei der Sommereiche.

Der große Gehalt an Gerbstoff, den das Eichenholz besitzt, trägt wesentlich zu dessen Wetterfestigkeit bei. Verwendung: für Säulen, Pfähle, im Wasserbau. Vorkommen: fast nur in Mitteleuropa bis zum 62. Grad nördlicher Breite.

Das Eichenholz ist vor seiner Verwendung gehörig auszutrocknen, weil es sonst stark aufreißt und sich wirft. Dieses Austrocknen dauert längere Zeit und darf nicht übereilt werden. Am besten ist es, den Stamm nach dem Fällen gleich zu beschlagen oder mitten durch den Kern aufzutrennen und an einem schattigen, luftigen Ort trocknen zu lassen.

Längere Zeit in moorigem Wasser stehend wird das Eichenholz schwarz, ohne gerade schlecht zu werden; in fließendem Wasser wird es steinhart.

Abarten der Eiche.

c) Immergrüne Eiche oder eigentliche Steineiche, Stecheiche (Quercus ilex). Das Holz ist sehr schwer und hart, das härteste Eichenholz Europas, sehr elastisch und der Fäulnis widerstehend. Vorkommen: Länder am Mittelmeer.

d) Korkeiche (Quercus suber). Sehr festes Holz; dicke schwammige Rinde mit zahlreichen und tiefen Rissen, liefert den Kork. Vorkommen: Mittelmeerländer.

e) Zerreiche, österreichische oder burgundische Eiche (Quercus cerris). Sehr hartes und festes Holz. Vorkommen: Schweiz, Südtirol, Niederösterreich, Steiermark, Ungarn, Italien, Spanien usw.

f) Teakholz, indische Eiche (Tectona grandis). Hellbraunes Holz, wird an der Luft ganz dunkel, hart, durch ölige Bestandteile gegen Fäulnis und Wurm geschützt, übertrifft das Eichenholz an Dauerhaftigkeit. Spezifisches Gewicht 0,9. Verwendung namentlich im Schiffbau. Vorkommen: Vorder- und Hinterindien. Das Teakholz enthält ein Öl, welches das Rosten eiserner Bolzen im Holz verhindert. zerfallen in zwei Arten:

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