Ein gewöhnlicher Zementputz hat ein schmutziges, hässliches Aussehen, das sich auch durch keinen Anstrich auf die Dauer mildern lässt. Man hat deshalb schon seit Jahren versucht, durch Zusatz von Farbe zum Zementmörtel das Aussehen des Putzes zu verbessern, doch ohne Erfolg, da die Farbe Abbindekraft und Härte beeinträchtigt und Ausschwitzungen nicht vermieden werden. Diesen Übelständen ist nunmehr durch ein neues Verfahren von F. A. Binder in Köln-Nippes, Binders Polychromzement, abgeholfen. Das Bindersche Verfahren besteht darin, dass dem Zement statt des Sandes präparierter Bimsstein, mit oder ohne Farbenzusatz, beigemischt wird. Hierdurch wird die Abbindekraft gefördert, der Putz wird porös, wodurch Ausschwitzungen vermieden werden, und erhält einen gleichmäßigen Ton sowie ein körniges, hausteinähnliches Äußere.
Abschnitt 250
Der Bindersche Polychromzement
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