Abschnitt 235

IV. Feinheit und Mahlung

ca. 1 Min. · 0 Abbildungen · 0 Glossar

Portlandzement soll so fein gemahlen sein, dass eine Zementprobe auf einem Sieb mit 900 Maschen pro Quadratzentimeter höchstens 10 Prozent Rückstand hinterlässt. Die Drahtstärke des Siebes soll der halben Maschenweite entsprechen.

Begründungen und Erläuterungen zu IV.

Für jede einzelne Siebanalyse sind 100 g Zement zu verwenden.

Da Zement fast ausschließlich mit Sand (oft sogar mit hohem Sandanteil) verarbeitet wird, die Festigkeit eines Mörtels aber umso größer ist, je feiner der verwendete Zement gemahlen war (da dann mehr Zementpartikel aktiv reagieren), ist die Feingemahlenheit des Zements von erheblichem Wert. Es ist daher zweckmäßig, die Kornfeinheit einheitlich mit einem Sieb der genannten Maschenweite zu prüfen.

Es wäre jedoch falsch, allein aus der feinen Mahlung auf die Qualität eines Zements zu schließen. Minderwertige, weiche Zemente lassen sich oft wesentlich leichter sehr fein mahlen als hochwertige, scharf gebrannte. Letztere weisen jedoch selbst bei gröberer Mahlung meist eine höhere Bindekraft auf als erstere. Soll der Zement mit Kalk gemischt verarbeitet werden, empfiehlt es sich, hart gebrannte Zemente in sehr feiner Mahlung zu verwenden, da deren höhere Herstellungskosten durch die deutliche Qualitätsverbesserung des Mörtels ausgeglichen werden.

Datenansicht

Keine Einträge

Keine Abbildungen für diesen Abschnitt.