Diabas besteht aus Feldspat und Augit und besitzt ein rein körniges Gefüge bei dunkelgrüner Farbe. Die Härte des frischen Diabases liegt bei etwa 6 auf der Härteskala; sie verringert sich jedoch, wenn die Hauptbestandteile verwittern bzw. sich umwandeln. Die mittlere Druckfestigkeit der Hornblendediabase aus dem Fichtelgebirge und Rübeland im Harz beträgt 2080 kg beziehungsweise 2567 kg pro qcm.
Diabas nimmt eine gute Politur an, und zwar im frischen Zustand leichter als im verwitterten. Er eignet sich hervorragend für Pflasterungen und zur Beschotterung; als Mauersteine für den Hochbau (Bruchsteinmauerwerk) eignen sich dagegen nur die festen, mandelsteinartigen Diabase. Die körnigen und dichten Gesteine lassen sich nur schwer bearbeiten. Sehr weit verbreitet ist die Verwendung der dunklen Diabase (oft fälschlich als Syenite bezeichnet) der Lausitz und des südlichen Schwedens für Denkmäler. Sie lassen sich gut sägen, schleifen und polieren. Die dunkelgrünen, feinkörnigen Diabase aus dem Fichtelgebirge und dem Harz (Rübeland) sind sehr gut politurfähig und eignen sich hervorragend als Verkleidungsmaterial für Hochbauten.
Diabas bildet nicht wie der Granit ausgedehnte Gesteinsmassen, sondern durchsetzt in Form schmaler Gänge den Granit oder die Grauwacke .
Früher wurde der Diabas nur als Straßenschotter und für Pflastersteine verwendet. Seit einiger Zeit wird er jedoch von der firma „Diabas-Kunststein-Werk“ in Koschenberg bei Senftenberg (Niederlausitz) – deren Inhaber Regierungsbaumeister Alfred Roscher in Dresden-Altstadt, Schweizerstraße Nr. 14, ist – durch Vermischung mit Zement zu einem hervorragenden Kunststein verarbeitet, der für viele Bauarbeiten einsetzbar ist (vgl. Diabas-Kunststein).
Diorit ist ein älteres, vortertiäres Gestein, das aus Kalk-Natron-Feldspat und Hornblende besteht; bisweilen kommen auch Glimmer, Quarz und Augit hinzu. Die Dioritgesteine zeigen große Druckfestigkeit und einen hohen Grad an Zähigkeit, spalten und springen schwer und sind daher schwer zu bearbeiten. Das Vorhandensein von Quarz vergrößert die Härte noch mehr. Diorit ist deshalb ein vorzüglicher Straßenbaustoff und eignet sich namentlich für Kleinschlag (Schotter). Die Druckfestigkeit beträgt bis zu 2000 kg auf 1 cm².
Gabbro ist ein granitartiges Gemenge aus einer Feldspatart mit einer Art Augit. Er bildet ein graugrünes, sehr hartes Gestein, das wegen seiner hohen Polierbarkeit und Dauerhaftigkeit für kleine Säulen, Wandplatten, Tischplatten, Ornamente usw., jedoch auch als Baustein, für Straßenpflaster (Braunschweig, Hannover, Hildesheim, Köln) und für Mühlsteine verwendet wird. Spezifisches Gewicht 2,7 bis 3,1. Druckfestigkeit auf 1 cm² im Mittel 1940 kg, bis zu 2356 kg.