Diese zum Zuschneiden bestimmte Säge sollte auf einem soliden Gestell – aus mit Eisen beschlagenem Holz oder besser ganz aus Eisen (Gusseisen ) – montiert werden. Am Tisch sollten verstellbare Geradführungen angebracht und dieser auch in der Höhe verstellbar sein, damit man auch nuten kann. Zum Nuten benutzt man Scheiben mit schiefen Ebenen, um das Sägeblatt schräg stellen zu können, sodass es so weit wankt, wie die Nut breit werden soll. Die Durchmesser der Sägeblätter schwanken zwischen 25 und 60 cm, womit man Hölzer von 8 cm bis 20 cm Stärke schneiden kann. Die Drehzahl des Blattes sollte bei 25 cm Durchmesser 3000, bei 30 cm Durchmesser 2800, bei 40 cm Durchmesser 2700, bei 45 cm Durchmesser 2600 und bei 60 cm Durchmesser 2000 Umdrehungen in der Minute betragen. Zwischen der Transmission und der Säge ist immer ein Vorgelege anzubringen, das zwischen 500 und 700 Umdrehungen in der Minute leisten muss.
Der Kraftbedarf hängt in erster Linie von der Schnitthöhe, Breite und Vorschubgeschwindigkeit ab und kann im Mittel wie folgt angenommen werden:
- für Blätter bis 30 cm Durchmesser: 3/4 Pferdekraft,
- für Blätter von 40 cm Durchmesser: 1 1/4 Pferdekraft,
- für Blätter von 45 bis 50 cm Durchmesser: 1 1/2 bis 2 Pferdekräfte,
- für Blätter von 60 cm Durchmesser: 3 Pferdekräfte.
Wird eine solche Kreissäge allein von einem Motor betrieben, so sind der Kraftangabe wenigstens 50 Prozent hinzuzurechnen.
Eine gute Sägespindel muss aus Stahl sein und in Bronzelagern oder Lagern laufen, die mit hochwertigem Lagermetall ausgegossen sind.
, , zeigt eine Kreissäge zum Besäumen mit eisernen Rollen am Tisch, die auf Eisenschienen laufen, von der Maschinenfabrik A. Goede in Berlin N., Chausseestraße 32. Zum Besäumen von Brettern und Bohlen kann diese Kreissäge bestens empfohlen werden; zur Erleichterung des Vorschubs bei stärkeren Hölzern kann diese Maschine zusätzlich mit einem Vorgelege mit Zahnstangengetriebe ausgestattet werden. Das Gestell ist mit dem Tisch entweder ganz aus Holz oder mit eisernen Füßen gemäß , , hergestellt.
, , zeigt eine große Kantholz-Kreissäge mit selbsttätigem Vorschub aus derselben Fabrik. Diese Maschine wird vorteilhaft zum Kantholzschneiden eingesetzt, wenn Spanverlust und Kraftverbrauch keine große Rolle spielen und eine hohe Schnittgeschwindigkeit erzielt werden soll.
Kreissägen der verschiedensten Formen und Größen, wie einfache Kreissägen mit Holz- oder Eisengestell, große Kantholz-Kreissägen mit Laufwagen, Tischlerkreissägen mit besonders langem Tisch und speziellem Schiebetisch für 1 m Schnittlänge, Kreissägen mit zwei Sägeblättern, Gehrungskreissägen, Rapidkreissägen mit selbsttätigem Vorschub für ein bis vier Sägeblätter, Doppelkreissägen zum Säumen von Bohlen, Brettern usw. mit selbsttätigem Walzenvorschub, Pendelkreissägen, schwingende Kreissägen (Kappsägen) u. a. m. werden auch von der Maschinenfabrik C. Blumwe & Sohn, Akt.-Ges. in Bromberg-Prinzenthal, in fachgerechter und guter Ausführung angefertigt.
, , zeigt eine Kreissäge der Erfurter Werkzeugmaschinenfabrik Gustav Prinz GmbH. Diese Maschine dient zum Längs- und Querschneiden bei den verschiedensten Arbeiten in Bautischlereien usw. Das Gestell ist aus einem Stück gegossen; die Welle aus Gussstahl läuft in nachstellbaren Babbitmetalllagern, die mit praktischen Schmiervorrichtungen versehen sind. Der Tisch ist über ein Handrad höhenverstellbar.
Schutzvorrichtungen für Kreissägen von A. Goede, Maschinenfabrik in Berlin N., Chausseestraße 32. Als wirksamster Schutz bei Kreissägen gilt der Spaltkeil, dessen Verwendung vielfach vorgeschrieben (obligatorisch angeordnet) wurde, so zum Beispiel von der Norddeutschen Holz-Berufsgenossenschaft usw.
Die Arbeitsverhältnisse bei kleineren Kreissägen verlangen eine einfache Vorrichtung mit möglichst vollkommenem Schutz. Hierzu eignet sich als einfachster Schutz für kleinere Kreissägeblätter eine zweckmäßige Umschließung mit verstellbarem Spaltkeil und nachstellbarer Holzdeckschiene. Der Spaltkeil ist dabei zur Anpassung an Sägeblätter verschiedener Größen mit einem gusseisernen Befestigungswinkel versehen und besitzt zwei obere Löcher zur Aufnahme der Bolzen für die Aufhängung der Deckschiene. Um den am nächsten am Sägeblatt liegenden Bolzen ist die Holzschiene drehbar gelagert, damit ihre Lage nach Bedarf durch Drehung eingestellt werden kann. Für den anderen Bolzen weist diese Schiene zur freien Bewegung einen segmentförmigen Schlitz auf und wird nach der richtigen Einstellung durch Festklemmen mit diesem Bolzen in der gewünschten Position gehalten. Wie aus dem Querschnitt der Deckschiene nach , , ersichtlich ist, wird das Sägeblatt beim Absenken der ausgehöhlten Schiene auch seitlich von dieser umschlossen.
, , zeigt die Deckschiene in optimaler, auch nach vorn schützender Einstellung für ein großes Blatt, wenn die Dicke des zu schneidenden Holzes etwas geringer ist als der kleinste Abstand der Schiene vom Tisch. Der Klemmbolzen kann mit einem schnellen Handgriff gelöst oder angezogen werden, um Einstellungen für andere Schnitthöhen ohne Zeitverlust vorzunehmen.
In , , ist der schützende Anschluss der eingestellten Deckschiene mit demselben Spaltkeil auch für ein kleineres Blatt dargestellt; hierbei ist die Schiene horizontal ausgerichtet, wodurch die gesamte Schnitthöhe des Sägeblattes ausgenutzt werden kann. Bei geringerer Schnitthöhe würde die Schiene durch entsprechende Vorneigung wie in , , durch eine stärkere Umschließung des Sägeblattes ebenfalls mehr Schutz bieten, sodass mit dieser Vorrichtung je nach der zu schneidenden Holzdicke immer der bestmögliche Schutz eingestellt werden kann.
Verstellbare Spaltkeile verschiedener Größen an einem Befestigungswinkel. Die für eine Kreissäge benutzten Sägeblätter fallen öfters in zwei verschiedene Kategorien der Normaltabelle, sodass dann auch zwei Spaltkeile unterschiedlicher Nummern verwendet werden müssen. Zur Aufnahme zweier Spaltkeile unterschiedlicher Abmessungen bietet der in , , dargestellte Befestigungswinkel b eine sehr vorteilhafte Vereinfachung: Der verlängerte Winkel besitzt zur Anpassung an die stark variierenden Durchmesser der Blätter drei Schlitze zur Verwendung von c und d oder d und e für die Befestigungsschrauben. Mithilfe von Unterlegscheiben (Unterlagen f) entsprechender Dicke können die in ihren Abmessungen ebenfalls abweichenden Spaltkeile stets genau in die Ebene des zugehörigen Sägeblattes gebracht werden. Diese Abbildung zeigt auch die allgemeine Befestigung der Spaltkeilwinkel am Tisch.
Schutzhauben für Kreissägen von A. Goede, Maschinenfabrik in Berlin N., Chausseestraße 32. , , zeigt eine Schutzhaube in Verbindung mit einer seitlich auf dem Sägetisch zu befestigenden Eisensäule.
Während für kleinere Kreissägeblätter die zuvor gezeigte Anordnung mit der am Spaltkeil aufgehängten Deckschiene zweckmäßige Verwendung findet, bietet die in , , gezeigte Schutzhaube mit dem zugehörigen Spaltkeil auch für größere Sägeblätter eine optimal schützende Konstruktion, da sie den über dem Tisch liegenden Teil des Blattes vollständig umschließt. Diese Schutzhaube ist an einem von vorn nach hinten verlaufenden Winkeleisen aufgehängt, das die gesamte Konstruktion trägt. Auf diesem deckt ein gelochtes Blech die äußere Bedienungsseite des Sägeblattes ab; auf der anderen Seite des Drehbolzens trägt das Winkeleisen ein Gegengewicht, damit die Haube durch das zum Schnitt vorgeschobene Holz leicht angehoben wird. Für dieses selbsttätige Anheben sind das Winkeleisen und der genau über dem Sägeblatt liegende Flacheisenbügel vorn nach oben gebogen, wodurch gleichzeitig der sogenannte Fingerabweiser gebildet wird.
Tafel taf-21 (noch nicht verfügbar)
Die abgebildete Schutzhaube mit einem Schutzblech auf der Arbeitsseite und dem über dem Sägeblatt liegenden Flacheisenbügel ist für Längsschnitte bestimmt, da der Arbeiter hierbei am Sägeblatt entlangsehen und den Schnitt nach der Blattebene ausrichten muss. Auch muss die Abfallseite frei bleiben, damit das Anschlaglineal beim Schneiden sehr schmaler Brettchen dicht an das Sägeblatt gerückt werden kann. Für Kreissägen zum Querschneiden erhält die Schutzhaube dagegen an jeder Seite ein Schutzblech.
Da der Spaltkeil nur das Zurückschleudern der Abschnitte durch die hinten aufsteigenden Sägezähne verhindert und sich das Holz bei großen Kreissägeblättern zuweilen schon in der Mitte wieder zusammenzieht und nach vorn geschleudert wird, kann zusätzlich ein sogenannter Greifer aufgehängt werden. Dieser gestattet dem zu schneidenden Holz als schwingendes, gebogenes und unten mit Sperrzähnen versehenes Flacheisen freien Durchgang in Vorschubrichtung, verhindert jedoch das Zurückschleudern durch das Eingreifen der Zähne.
Die und , , zeigen Schutzhauben in Verbindung mit einer oben oder seitlich am Gebäude befestigten Holzstütze. Hierzu ist die Schutzhaube in gleicher Weise wie in , , konstruiert. Sie unterscheidet sich nur in der Verbindung der schräg eingehobelten Platte, die zur Aufnahme der eisernen Hängestütze dient, da diese hierbei mit der an der Decke oder Wand des Gebäudes befestigten Holzstütze verbunden werden muss. Diese Abbildung zeigt auch die Einstellung derselben Haube in einer gut schützenden Position für zwei Sägeblätter unterschiedlicher Größen: Die für ein großes Blatt eingestellte Haube wird nach dem Aufsetzen eines kleineren Sägeblattes mit der schräg geführten Aufhängestütze (die zwischen gehobelten Leisten an der Auflageplatte läuft) so weit nach unten links verschoben, bis der vordere Schnabel oder Fingerabweiser ebenfalls dicht an den Sägezähnen des kleinen Blattes liegt. In dieser Position wird sie durch Festziehen der im Schlitz sitzenden Befestigungsschraube wieder an der Auflageplatte fixiert.
Eine Reihe weiterer Schutzvorrichtungen für Kreissägen wird von der oben genannten Firma A. Goede, Maschinenfabrik in Berlin N., Chausseestraße 32, hergestellt, und zwar für Kreissägen zum Querschneiden, für den Längsschnitt, zum Falzen usw.
Schutzvorrichtungen für Kreissägen werden auch von der Maschinenfabrik C. Blumwe & Sohn, Akt.-Ges. in Bromberg-Prinzenthal, in fachgerechter und guter Ausführung hergestellt.











