Abschnitt 254

Zementbeton

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Allgemeines

Nicht nur als Mörtelmasse im Mauerwerk oder als Putzmaterial wird Portlandzement verarbeitet, sondern auch als Hauptbestandteil des Guss- oder Stampfmauerwerks, des sogenannten Betons oder Konkrets.

Kleingeschlagene Steinstücke werden mit Zementmörtel sorgfältig durcheinandergearbeitet, wodurch man eine Mauermasse erhält, die in Kästen unter Wasser eingebracht wird, um Fundamente herzustellen. Auch hat man auf diese Weise Blöcke von großen Abmessungen hergestellt, die dann versenkt werden. Schließlich stampft man Mauern über der Erde aus Konkretmasse und errichtet auf solche Weise ganze Gebäude von großer Festigkeit, indem als Zusatz Schlacken, Steinkohlenasche, Kiesgerölle, Steinbrocken und dergleichen verwendet werden.

Ähnliche Mischungen mit hydraulischem Kalkmörtel sind zwar schon bei den Alten bekannt gewesen, jedoch beschränkte sich ihre Benutzung auf die unter Wasser liegenden Fundamente von Brücken usw., wogegen heutzutage der Zementbeton auch im Hochbau außerordentlich vielseitig verwendet wird.

Widerstand des Betons gegen Feuer. Guter Beton widersteht dem Feuer bis zu einem gewissen Grad und schützt in einer Stärke von 5 bis 8 cm Eisen gegen Beschädigung bei einem mäßig starken Brand.

Feuersicherheit des Schlackenbetons. Bei der großen Feuersbrunst am 25. Januar 1901 in Montreal hat sich gezeigt, dass der Schlackenbeton, der zum Ausfüllen und Einebnen der Fußböden verwendet worden war, unter dem Einfluss von Feuer und Wasser zerfallen war; nur wenige oder gar keine zusammenhängenden Stücke fanden sich nach dem Brand noch vor. Es ist also zweifellos, dass Schlackenbeton kein feuerfester Stoff ist, und seine Verwendung sollte überall dort vermieden werden, wo es auf unbedingte Feuersicherheit ankommt. (Deutsche Töpfer- und Ziegler-Zeitung 1901.)

Betonherstellung und Verwendung:

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