Abschnitt 159

l) Holzersatz, künstliches Holz

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Zur Herstellung von künstlichem Holz benutzt man hauptsächlich Sägespäne (Sägemehl) unter Zusatz eines Bindemittels, wobei die entstehende Masse in Formen gepresst wird.

„Bois durci“, ein Ersatz für Ebenholz: In neuerer Zeit hat der Franzose Ladry einen Ersatz für Ebenholz gefunden. Holzpulver wird mit Blut gemischt, sodass eine teigige Masse entsteht, die sich in Formen pressen lässt, sehr hart wird und infolge des Eisengehalts des Blutes ganz schwarz ist.

Das Koptoxyl. Koptoxyl ist ein präpariertes Holz; man könnte das Wort etwa mit Pressholz übersetzen. Der Holzstamm wird intensivem Wasserdampf ausgesetzt und dadurch ganz weich und geschmeidig gemacht, sodass sich das Holz in dünne Scheiben schneiden lässt. Von diesen Scheiben werden nun drei bis vier unter starkem hydraulischen Druck und bei gleichzeitiger Erhitzung miteinander derart verbunden, dass die einzelnen Scheiben in ihrer Wuchsrichtung kreuzweise zueinander liegen, sodass ein vollständig totes, sich in keiner Weise, weder durch Feuchtigkeit noch durch Hitze veränderndes Material entsteht, das trotz seiner geringen Stärke von 3 bis 5 Millimetern äußerst widerstandsfähig ist. Durch dieselbe Methode wird nun die Anbringung von Intarsien und Flachreliefs, welche unter großem Druck in das Holz eingepresst werden, verbilligt und dabei in einer Präzision hergestellt, die bei Handarbeit kaum zu erzielen ist. Jede, auch die freieste Art von Linien und Pflanzenornamenten lässt sich aufpressen; neben dieser zeichnerischen Freiheit gestattet die Methode alle möglichen und selbst die reichsten Kombinationen farbiger Hölzer.

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