Abschnitt 180

d) Nickelaluminium

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Aluminium allein mit Nickel zu legieren, hat sich bis jetzt wegen der stark unterschiedlichen Schmelzpunkte beider Metalle als unmöglich herausgestellt. Aber auch bei alleinigem Zusatz von Kupfer ist der Schmelzverlust des Aluminiums zu groß.

Das sogenannte Minckin besteht aus Aluminium, Kupfer und Nickel. Minck hat sich das Verdienst erworben, einen Schmelzofen konstruiert zu haben, der den Schwierigkeiten dieser Legierung angepasst ist, und die chemischen Flussmittel, die beim Zusammenschmelzen verwendet werden, richtig bestimmt zu haben. Als besondere Verwendungsart dieser Metalllegierung wird der Glockenguss hervorgehoben. Glocken aus Nickelaluminium haben den großen Vorteil, wesentlich leichter zu sein und so die Kirchengebäude vor den schweren Erschütterungen zu bewahren, die durch schwere Geläute aus Bronze oder Gussstahl entstehen. Ein weiterer Einsatzzweck sind Seeschiff-Armaturen und sonstige Schiffsteile, da das Material von Seewasser nicht angegriffen wird. Zudem wird es vielfach für unterirdische Leitungen verwendet. Nickelaluminium lässt sich wie die Zink-Kupfer-Legierungen nicht nur hervorragend feilen, bohren, fräsen und schmieden, sondern auch zu Blechen und Stäben auswalzen. Minckin ist eine Neusilberlegierung, die sich vom eigentlichen Neusilber durch größere Weiße und eine stärkere Ähnlichkeit mit Silber unterscheidet. Es ist zudem dichter und lässt sich besser bearbeiten. Ein Röhrchen von 12 mm Innendurchmesser und nur 0,17 mm Wandstärke hielt ohne zu platzen einem Druck von 175 Atmosphären stand – ein Beweis für die enorme Dehnbarkeit und Widerstandsfähigkeit dieses Metalls.

Wachwitzmetall. Das Wachwitzmetall ist eine Plattierung von Aluminium mit Kupfer, Eisen und anderen Metallen. Solche Plattierungen wollten früher nie gelingen: Bei der für eine Verschmelzung notwendigen hohen Temperatur bildet sich eine harte, spröde Kupfer-Aluminium-Legierung; bei niedrigeren Temperaturen verbinden sich die Metalle hingegen überhaupt nicht, sondern haften nur lose aneinander (Adhäsion), wobei eine Oxidschicht des Kupfers dazwischenliegt. Wachwitz in Nürnberg gelang es, diese Schwierigkeit zu überwinden, indem er die Kupferplatten an der zu plattierenden Seite zunächst gar nicht direkt mit der Aluminiumplatte zusammenbrachte, sondern sie zuerst auf mechanischem Wege mit einer äußerst dünnen Schicht reinen Aluminiums belegte.

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