Abschnitt 263

Natürlicher Asphaltstein

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Es sind zwei Gruppen zu unterscheiden: a) mit Asphalt oder Bergteer durchdrungene Sande oder Sandsteine, b) mit Asphalt imprägnierte Kalksteine und Dolomite.

Die Ersteren sind immer die Begleiter von Petroleumquellen, und wahrscheinlich ist der Bergteer hier ein Verdunstungsrückstand des in den Sand gesickerten Petroleums. So findet sich nach Meyn über dem Petroleumlager der Hölle bei Heide in Dithmarschen nahe der Erdoberfläche ein 6 bis 7 m mächtiges Lager von weichem, diluvialem Sand, der mit Bergteer durchdrungen ist und mit dem Spaten gestochen werden kann.

Im Elsass ist bei Schwabweiler, Bechelbronn und Lobsann usw. ein Teil des tertiären Sandsteins auf gleiche Weise mit Bergteer getränkt; ebenso in Seyssel im Département de l'Ain.

Aus diesen sandigen Massen lässt sich der Bergteer durch Kochen mit Wasser ausschmelzen, während dies bei den folgenden nicht möglich ist. Von den Fundstellen der kalkigen und dolomitischen Asphaltsteine sind zu nennen: das Val de Travers im Kanton Neuchâtel (Neuenburg), Seyssel oder Pyrimont an der Rhone im Département de l'Ain, südlich von Genf an der Grenze von Frankreich und Savoyen, Limmer bei Hannover, Vorwohle in Braunschweig, die Insel Brazza in Dalmatien und Ragusa auf Sizilien.

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