Abschnitt 246

Magnesiazement

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Magnesiazement ist ein sehr fester, leider nicht absolut wasserbeständiger Zement, der schöne Fußböden ergibt.

Magnesiazement wird zur Herstellung von Fliesen, Bauornamenten, ebenso zur Anfertigung von Abgüssen usw. verwendet. Die Herstellung ist einfach: Frisch gebrannte (kohlensäurefreie) Magnesia wird mit einer Lösung von Chlormagnesium (28 bis 30° B.) zu einem steifen Brei verrührt und in Formen gebracht. Die Erstarrung der Masse tritt sehr schnell ein; ist die Chlormagnesiumlösung weniger konzentriert, so geht die Erhärtung langsamer vor sich.

Magnesiamörtel wird aus Magnesiakalk und Sand hergestellt. Dieser widersteht nach einiger Zeit den Einwirkungen des Wassers und kann deshalb sowohl für künstliche Blöcken für Hafenbauten als auch als Luftmörtel Verwendung finden. Magnesiamörtel bindet nicht so schnell ab wie Fettkalkmörtel und erfordert deshalb weniger Sorgfalt beim Mauern; er hat aber die Eigenschaft, aus rauchhaltiger Luft schweflige Säure aufzunehmen, wodurch lösliche Magnesiasulfate entstehen, die sich in Form von nassen Stellen an den Mauern zeigen. von C. A. Kapferer & Schleuning in München (Werk: Freihung in der Oberpfalz). In verschiedenen Fachblättern wurde auf ein neues, wetterfestes, farbiges Baumaterial zur Mörtelmischung für dekorative Putz- und Zieharbeiten hingewiesen, das von der obengenannten Firma auf den Markt gebracht wird. Es ist dabei anerkannt worden, dass die natürliche Färbung der Terranova, die einen Anstrich oder eine Bemalung überflüssig macht, geeignet ist, eine angenehmere dekorative Wirkung hervorzurufen als die üblichen Mörtelsorten. Die angestellten Versuche sowie die Beobachtungen an einer großen Zahl von Ausführungen, sowohl als Fassadenputz wie auch als Wandverkleidung im Inneren, haben erwiesen, dass die Wetterfestigkeit sowie die Farbechtheit des Putzmaterials in der Tat nichts zu wünschen übrig lässt. Die zur Herstellung des Mörtels verwendeten Rohstoffe gehören zum Teil der Gruppe der hydraulischen Bindemittel an und bewirken gerade eine bedeutende Nachhärtung der verarbeiteten Masse bei Witterungseinflüssen; die Färbung wird durch Metalloxide erzeugt, die ebenfalls zur Erhöhung der Bindekraft beitragen und eine härtende Wirkung ausüben.

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