Zinn kommt niemals gediegen vor, sondern muss stets aus Erzen gewonnen werden. Das reinste Zinn des Handels ist das Bankazinn, das in Barren von 20 bis 65 kg Gewicht verkauft wird, sowie das Malakkazinn, das in vierkantigen Blöcken von 0,5 bis 1 kg Gewicht vorkommt. Das schlechteste Zinn ist das Parazinn. Das englische Zinn ist in der Regel eisenhaltig, das sächsische meist wismuthaltig.
Das spezifische Gewicht beträgt 7,28. Zinn ist fast silberweiß, metallglänzend und hat ein kristallines Gefüge. Es ist sehr weich, geschmeidig, hämmer- und streckbar, lässt sich gut gießen und erzeugt beim Biegen einen knirschenden Ton. Zinn lässt sich zu dünnen Blechen (Stanniol, Zinnfolie) auswalzen oder hämmern und bei 100 °C zu Draht ausziehen.
Man verwendet Zinn für Gusswaren, wobei ein geringer Bleizusatz hinzugefügt wird. Ferner wird Zinn zur Herstellung von Röhren mit 2 bis 3 mm Wandstärke und 4 bis 50 mm Innendurchmesser (Lichtweite) verwendet; diese Rohre werden häufig mit einem Bleimantel versehen. Schließlich wird Zinn zum Verzinnen von Eisen, Kupfer und Zink genutzt.
Stanniol dient als Isoliermittel für feuchte Mauern, auch zwischen dem Fundament und dem aufgehenden Mauerwerk. findet sich nie gediegen, sondern nur in Form von Tonerde (Aluminiumoxid). Das spezifische Gewicht liegt bei 2,56, für bearbeitetes (gehämmertes) Aluminium bei bis zu 2,67. Aluminium ist also ein sehr leichtes Metall. Die Zugfestigkeit beträgt für gegossenes Aluminium 1200 kg und für geschmiedetes 2300 bis 2700 kg pro Quadratzentimeter (qcm).